Bericht von Josef Kaufmann – Sektion Aargau
Gestärkt durch ein feines Spargel-Risotto begann die Führung auf dem Landwirtschaftsbetrieb Wildenau (www.wildenau.ch) in Stetten AG, der idyllisch an der Reuss liegt. 16 Interessierte folgten am 13. Juni 2026 der Einladung der Sektion Aargau. Bei der Erläuterung der Arbeitsschritte beim Reisanbau durch Betriebsleiter Lukas Neuhaus wurde bald klar, dass hier Pionierarbeit geleistet wurde, denn alles – von der Anzucht bis zum Abpacken des Reises – erfolgt auf dem Hof. Doch wie erlangt man das Wissen über den Nassreisanbau? Lukas Neuhaus hat sich dies selbst angeeignet über YouTube-Filme aus dem asiatischen Raum, von wo auch die verwendeten Maschinen stammen. Auf die Frage eines Teilnehmers wegen des Wasserverbrauchs stellte sich heraus, dass für den Anbau von Gemüse auf der gleichen Fläche 3 mal mehr Wasser benötigt würde. Und wo es stehendes Wasser gibt, fühlen sich auch Tiere wie Enten, Gänse und Biber wohl, die aber die jungen Reispflanzen fressen, was eine Herausforderung darstellt. Eine weitere beim Anbau ist das Unkraut, speziell Reisfeld- und Hühnerhirse, das zum einen durch Anhebung des Wasserstands unterdrückt, zum andern mechanisch mit dem Striegel, wie im Bio-Landbau üblich, bekämpft wird.
Auf der Wildenau wird auch Gemüse angebaut sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland. Die Gewächshäuser waren schon vorhanden, als Lukas und Natalie Neuhaus den Hof 2020 ausserfamiliär kaufen konnten. So gedeihte in den Gewächshäusern, die alle nicht beheizt werden, gerade wärmeliebendes Gemüse wie Tomaten, Zuchetti, Auberginen, usw. Im Freiland stiess vor allem das grosse Spargelfeld auf Beachtung.
In einem weiteren Betriebszweig, der Arbeitsagogik, werden Menschen in einem Aufbautraining auf den Arbeitsmarkt vorbereitet.
Die Teilnehmenden waren sich einig, was hier auf der Wildenau in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde, ist innovativ und vorbildlich.




