Am 1. Juni wurde der offene Brief für faire Milchpreise vom Verein zur Förderung fairer Milch an die Migros in Bern übergeben.
20’979 Personen haben ihn unterzeichnet und damit eine klare Botschaft gesendet: Schweizer Milch muss so bezahlt werden, dass unsere Bauern *innen davon leben können.
Benoît Gaillard, Präsident des Vereins zur Förderung fairer Milch, Jacques Nicolet, SVP-Nationalrat, und Berthe Darras, Sekretärin des Vereins zur Förderung fairer Milch, überreichten diesen offenen Brief an Herrn Tristan Cerf, Sprecher der Migros. Dies war die Gelegenheit, den Sprecher daran zu erinnern:
- dass seit der Abschaffung der vom Bund garantierten Preise in den 90er Jahren (der Milchpreis lag damals bei 1,07 Franken!) 1 Milliarde Franken nicht mehr in die Taschen der Produzentinnen und Produzenten fliessen, sondern zwischen Verarbeitung und Vertrieb verloren gehen.
- dass sich seit der Abschaffung der Milchquoten im Jahr 2009 sich die Lage der Milchproduzentinnen und Milchproduzenten verschlechtert hat und die Schweiz in 30 Jahren mehr als 60 % ihrer Milchproduzentinnen und Milchproduzenten verloren hat
- dass sich die Lage der Milchproduzent*innen seitdem nur noch weiter verschlechtert hat : während der im Jahr 2025 gezahlte Durchschnittspreis bei 67,2 Rappen lag (Zahlen SMP, 2025), hat die aktuelle Milchkrise den Milchpreis für einige Milchproduzentinnen und -produzenten auf unter 50 Rappen pro Liter Milch sinken lassen, obwohl sie mindestens 1 Franken pro Liter benötigen würden, um ihre Produktionskosten zu decken.
- dass es Lösungen gibt: faire Milchprodukte wie die fairemilch Faireswiss, die sich bei einem Test in den Migros-Filialen im Jahr 2021 als erfolgreich erwiesen hat. Aus diesem Grund möchten wir, dass die Migros den Konsument*innen wieder die Möglichkeit gibt, Milch zu kaufen, die die Produzent*innen angemessen entlohnt.
Mit der Einreichung ist ein wichtiger Schritt geschafft. Aber unsere Arbeit geht jetzt erst richtig weiter. Faire Milchpreise entstehen nicht von selbst. Es braucht weiterhin Druck auf Detailhändler, Verarbeiter und die Politik – und eine starke Stimme für die Milchproduzenten.
Zur Erinnerung: Dieser offene Brief wurde Ende November 2025 veröffentlicht.





