Von Berthe Darras, politische Sekretärin
Sie halten die erste Ausgabe der Uniterre-Zeitung 2026 in den Händen. An erster Stelle in diesem Heft möchten wir die Arbeit von Ulrike Minkner und Rudi Berli gebührend würdigen. Sie beide haben Uniterre nach langen Jahren voller Engagement, voller Kämpfe und Aktionen Ende 2025 verlassen.
Ulrike ist im Jahr 2008 zu Uniterre gestossen. Im Laufe ihrer Anstellung hatte sie verschiedenste Mandate inne, darunter das Co-Präsidium in den Jahren 2012 und 2013. Schlussendlich übernahm die Bäuerin vom Mont-Soleil 2018 die Koordination und das Layout der Zeitung. Ulrike verlässt uns, um ihren wohlverdienten Ruhestand zu geniessen. Wir wünschen ihr das Beste für die kommenden Zeiten!
Rudi ist seit 2003 Teil von Uniterre. Er verlässt uns, um als Nationalrat der Grünen den Kanton Genf im Parlament zu vertreten. Welch gute Neuigkeiten, einen der unseren im Bundeshaus zu haben! Wir werden zu Rudi weiterhin eine enge Verbindung pflegen, in den verschiedenen Kämpfen, die es auszufechten gilt. Vielen herzlichen Dank Ulrike und Rudi! Einen Rückblick auf das unermüdliche Engagement der zwei lesen Sie diesem Heft.
Ausserdem packen wir in dieser Ausgabe die Gelegenheit, Ihnen die anstehenden Themen des Jahres 2026 vorzustellen: Die Agrarpolitik 30+, die Freihandelsverträge, das bäuerliche Bodenrecht, die Entwicklung von Ernährungskassen, der Milchmarkt und vieles mehr. Eins ist sicher: Das Jahr 2026 werden wir nicht untätig verbringen!
Ebenfalls in diesem Heft: Wir ziehen Bilanz über die Milchkrise, die seit Herbst 2025 in der Schweiz grassiert, und sich stetig vertieft. Der Milchmarkt in der Schweiz ist ein dysfunktionales System und ein Ende des Tunnels ist nicht in Sicht, obwohl Lösungen vorhanden wären. Uniterre und Big-M betonen es seit Jahrzehnten. Doch nichts passiert, es ist, als rede man gegen eine Wand.
Danach machen wir einen kleinen Ausflug zu unseren europäischen Nachbar*innen, wo die Situation der Produzent*innen ebenfalls besorgniserregend ist. Die Bäuer*innen fühlen sich nicht gehört. Gründe dafür sind die beschämende Handhabung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den Mercosur-Staaten und der Tierseuche Dermatitis Nodularis (Lumpy-Skin Disease) in Frankreich.
Zudem schlüsseln wir die aktuelle Weinkrise auf, für die als einziger Grund der sinkende Weinkonsum in der Schweiz hinhalten muss. Wir kritisieren diese vereinfachte Lesart und fordern eine Regulierung des Importmarkts für Wein.
Rudi Berlis Sitz im Parlament gibt uns Anlass zu einer neuen Rubrik mit dem Namen «Ein Gemüsebauer im Parlament».
Und zum Schluss: Wir freuen uns, Gianna Ledermann in unserem Team willkommen zu heissen! Ein kleines Interview mit ihr findet sich am Ende dieser Ausgabe. Gianna ersetzt Ulrike in der Koordination der Zeitung.
Wir wünschen eine gute Lektüre und ein gutes 2026 – es lebe der Widerstand!



