Am 17. April 2026, dem Tag des bäuerlichen Widerstandes, empfing bei strahlendem Frühlingswetter die Ferme de Bassenges auf dem Campus der ETH Lausanne die rund 30 Teilnehmer der GV von Uniterre.

Gemäss Protokoll konnte die GV 2025 die Jahresrechnung 2024 noch nicht definitiv absegnen. Grund war eine Unklarheit, die infolge der Abwesenheit des Kassiers nicht vor Ort geklärt werden konnte. In der Zwischenzeit wurde der Knopf gelöst, so dass die Versammlung die Rechnung 2024 definitiv verabschieden konnte.

Der Jahresbericht des Präsidenten hob das gute Einvernehmen zwischen Geschäftsstelle und Vorstand hervor. Die intensive Personalbegleitung durch Jordan Voirin und Yves Batardon wurde allgemein sehr geschätzt.

Im Herbst 2025 ist unser bisherige Sekretär Rudi Berli in den Nationalrat nachgerutscht. Herzliche Gratulation. Wir sind glücklich, dass wir nun in Bundesbern eine direkte Stimme haben.

In einer Power-Point-Präsentation haben die Mitglieder der Geschäftsstelle ihre verschiedenen Themenbereiche erläutert. Das breite Arbeitsspektrum, welches mit weniger als 3 Vollzeitstellen abgedeckt wird, ist höchst beeindruckend. Aus dem Bericht geht auch ganz klar hervor, dass die Stimme von Uniterre gehört wird und einen wichtigen Platz einnimmt in der Vielfalt der Meinungen und Ansichten.

Erfreulicherweise schliesst die Jahresrechnung mit einem ansehnlichen Plus und einer Reserve von rund 115’000.- ab. Der Geschäftsstelle gebührt ein grosses Dankeschön für den Zusatzaufwand der Mittelbeschaffung. Hoffen wir, dass das nicht eine Eintagsfliege war, reicht doch die aktuelle Reserve bloss für gut 3 Monate unserer Geschaftstätigkeit.

Leider trat Emilie de Perrot aus dem Vorstand zurück. Dafür konnten wir Tom Müller (Ferme de Bassenges) sowie Rudi Berli neu in den Vorstand aufnehmen. Für die Zukunft hoffen wir sehnlichst auf zusätzliche Frauenkandidaturen!

Schliesslich möchte ich allen Personen und Organisationen danken, die durch ihr Zutun mitgeholfen haben uns weiterzubringen, sei es durch tatkräftige, finanzielle und/oder moralische Unterstützung. Miteingeschlossen sind natürlich ganz besonders auch die Geschäftsstelle und der Vorstand. Herzlichen Dank allseits für das uns entgegengebrachte Vertrauen!

Der Tag des bäuerlichen Widerstandes will, dass wir über unsere künftige Arbeit nachdenken. Hierzu ein paar Stichworte:

– Die Agrarpolitik 2030+, von der wir eine bessere Wertschätzung der Arbeitskraft, eine bessere Berücksichtigung der strukturellen Diversität (Betriebsgrösse), eine Befriedung des Papierkrieges sowie eine Nachhaltigkeit erwarten, die gleichermassen die wirtschaftlichen, die sozialen und die ökologischen Belange berücksichtigt

– Freihandelsabkommen (Malaysia. Mercosur)

– Zugang zu Land

– Gentechnisch veränderte Organismen (GVO), insbesondere das geplante Gesetz zur Liberalisierung der neuen Gentech-Verfahren, welche vom Bundesrat als „neue Züchtungsmethoden“ schöngeredet werden 

– Im Sinne der Ernährungssouveränität der Erhalt dezentraler Strukturen zur Beschränkung unserer Abhängigkeit von der agrochemischen Industrie und um der Bevölkerung eine gesunde, ausgeglichene und lokale Ernährung zu gewährleisten.

Es ist die Landwirtschaft, die unsere Bevölkerung ernährt. Ohne Nahrungsmittel geht nichts. Die Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern verdient darum von der Gesellschaft mehr Wertschätzung!

Der Nachmittag ging nahtlos über in das bäuerliche Festival, das von der Betriebsgemeinschaft von Bassenges auf die Beine gestellt wurde. Mit Diskussionsrunden, Vorführungen und verschiedenen Informations- und Marktständen sollte der Bezug zur nichtbäuerlichen Bevölkerung gestärkt werden.