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Mittwoch, 18 August 2021
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Die Zukunft ist anders

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung, so heisst es doch immer. Und da ist viel Wahres dran. Denn es sind weitere Initiativen in der Pipeline, die uns sicher beschäftigen werden. So zum Beispiel die Volksinitiative „Keine Massentierhaltung in der Schweiz“,die „Biodiversitätsinitiative“ oder die „Gletscherinitiative, für ein gesundes Klima“, Gesundheit, Klima, Umwelt- und Tierschutz sowie internationale Handelsbeziehungen sind Themen, die sehr präsent sind, jetzt und in Zukunft.

Deshalb ist der Dialog so wichtig. Wir wollen nicht noch einmal ein derart vergiftetes Klima erleben wie vor der letzten Abstimmung über die beiden Agrarinitiativen zu den Pestiziden. Was tun? Zuerst einmal ist der vorausschauende Dialog mit allen Kräften innerhalb von Uniterre zu fördern, um uns gegenseitig zu verstehen und eine Position zu finden. Das braucht Zeit und erfordert Respekt und die Fähigkeit zuzuhören sowie einen starken Vorstand und die Zusammenarbeit aller Sektionen und Menschen, die Uniterre nahestehen.

Wie können wir uns in Debatten einbringen, die wir oft nicht selber initiiert haben aber in deren Fokus die Landwirtschaft steht?

Für Uniterre ist es entscheidend, mit den verschiedensten Bewegungen in Kontakt zu treten, auch wenn sie nicht genau auf unserer Linie sind. Wer ist das schon? Wir sollten unsere Beziehung zu Umwelt- und Entwicklungsorganisationen und den Bürger*innenbewegungen für Klima und Landwirtschaft stärken. Gerade weil sie einen ganz anderen Hintergrund haben, gerade weil sie häufig aus einem städtischen Umfeld kommen und gerade weil sie von unseren Realitäten wenig wissen, müssen wir sie einladen zu gemeinsamen Gesprächen und zwar lieber früher als später.Die Klimastreik-Bewegung (climatestrike.ch) zum Beispiel hat 63 Massnahmen zum Thema Landwirtschaft aufgestellt. Zu anderen Themen wie Mobilität, Raumentwicklung oder Energieversorgung sind es weit weniger. Fazit ist, landwirtschaftliche Themen bekommen viel Aufmerksamkeit. Viele dieser Massnahmen sind uns jedoch bekannt, und auch wenn sie als radikal empfunden werden können, gehen sie in die richtige Richtung. Die Jugend will bessere Zukunftsaussichten und sucht den Dialog, also müssen wir uns darauf einlassen; überall da, wo dies möglich ist, auf dem eigenen Hof, in der Nachbarschaft, mit unseren Kundinnen und Kunden und bei Uniterre.

Durch die Ablehnung der verschiedenen Vorlagen wurden die Anliegen nicht vom Tisch gewischt. In dieser Ausgabe befassen sich mehrere Beiträge mit diesen Themen. Wir danken für die Texte und Leserbriefe und wünschen allen eine gute Lektüre.

Ulrike Minkner, Bäuerin und Uniterre Sekretärin

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