Donnerstag, 07 Mai 2015
Das Desaster für die Schweizer Milchwirtschaft beschleunigt sich: Die neusten Preissenkungen in Deutschland von 4 bis 5 Cent werden unweigerlich auch bei uns spürbar werden. Doch weder die Politik noch die Branche haben eine Idee, wie die Milchproduktion in der Schweiz aus diesem Abwärtsstrudel herauskommen kann. Auffallend ist allerdings, dass die verantwortlichen Entscheidungsträger derzeit versuchen, sich aus ihrer Verantwortung zu stehlen, indem sie vom Problem abzulenken versuchen.
Freitag, 30 Januar 2015
Der Bundesrat hat seinen Gegenentwurf zur Initiative des Schweizer Bauernverbandes veröffentlicht. Abgesehen von den schädlichen Aspekten im Zusammenhang mit dem propagierten Zugang zu den internationalen Agrarmärkten (siehe Leitartikel Januar 2015), stellt sich die Frage welche Konzequenzen die Umsetzung von Buchstabe c «eine wettbewerbsfähige Land- und Ernährungswirtschaft» haben würde.
Mittwoch, 21 Januar 2015
Bern, 21.01.2015 - Der Bundesrat schlägt in einer Stellungnahme zu Handen der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates vor, die parlamentarische Initiative «Bundesgesetz über die technischen Handelshemmnisse. Lebensmittel vom Cassis-de-Dijon-Prinzip ausnehmen» abzulehnen. Weiter >hier
Wir haben satt. Jetzt ist Zeit um Initiativ Ernährungssouveränität zu unterschreiben >hier
Dienstag, 26 August 2014
Der Vorstand der SMP hat diese Woche entschieden, dass er über die Lactofama auch in Zukunft überschüssige C-Milch aufkaufen und auf dem Weltmarkt entsorgen will. Er braucht dazu nächstes Jahr mindestens 12 Millionen Franken, welche er über eine Zwangsabgabe bei den Milchproduzenten beschaffen will. Wir Bauern müssen zahlen, damit wir anschliessend Milchüberschüsse bringen können! Über soviel Dummheit kann Herr und Frau Schweizer nur den Kopf schütteln.
Freitag, 25 Juli 2014
Mit einer grossen Kampagne wirbt Coop für seine Billigmilch. Das erstaunt, war doch dieser Grossverteiler stets bemüht, bei jeder Gelegenheit seine Fairness gegenüber den Produzenten hervorzuheben. Dass das Management aber knallhart und unerbittlich seine Marktmacht beim Einkauf ausnützt, war bisher nur wenigen Insidern bekannt. Mit dem Slogan "wir haben die Kuh und den Preis gemolken" steht Coop nun offiziell dazu, dass sie Dank ihrer Marktmacht im Milchmarkt eine beherrschende Stellung hat.
Freitag, 25 Juli 2014
 Studie zu Schweizer Milchmarkt zeigt: Ausstieg aus Milchkontingentierung führte zu einschneidenden Entwicklungen
(Brüssel, 23.07.2014) „Auch fünf Jahre nach dem Ausstieg aus der Kontingentierung fehlen den Produzenten langfristig stabile Marktbedingungen.“ So lautet ein Ergebnis der heute in Brüssel vorgestellten Studie zu den Folgen des Schweizer Ausstiegs aus der Milchkontingentierung im Jahre 2009.
Donnerstag, 24 Juli 2014
Mit Schweizer Fahnen, Strohballen und grossen künstlichen Kühen hat der European Milk Board (EMB) vor dem EU-Parlament in Brüssel zum Widerstand gegen die vollständige Liberalisierung im europäischen Milchmarkt aufgerufen. Man müsse aus den Erfahrungen in der Schweiz Lehren ziehen, sagte EMB-Präsident Romuald Schaber am Mittwoch. mehr hier
Dienstag, 10 Juni 2014

Weil auch 5 Jahre nach dem Ende der Milchkontingentierung im Milchmarkt Angebot und Nachfrage immer noch nicht aufeinander abgestimmt sind, und wir auch dieses Jahr wieder Butterüberschüsse auf dem Weltmarkt entsorgen müssen, hat Nationalrätin Maya Graf (Grüne) die Frage „Warum diese hohen Butterberge?“ an den Bundesrat gestellt. Die Antwort des Bundesrates ist geprägt von Hilflosigkeit.
Mittwoch, 14 Mai 2014
Milchfreihandel - Wenn die Realität ignoriert wird
Der Bundesrat will die Grenze für alle Milchprodukte öffnen. Das ist das Fazit aus der heute vorgestellten Studie. Diese Studie beruht auf mehreren Berechnungen. Wir erinnern uns: Der heutige Direktor des BLW, Professor Lehmann, erstellte im Vorfeld zum Ausstieg aus der Milchkontingentierung ebenfalls eine Studie, in welcher er vorrechnete, dass die Milchmenge in der Schweiz um 20 % steigen und der Milchpreis auf 65 Rappen sinken werde.
Mittwoch, 30 April 2014
Die aktuell zu hohen Butterlager sind der tonnenschwere Beweis, dass die Segmentierung nicht funktioniert. Wenn Milch über die Nachfrage hinaus geliefert wird wäre das C- Milch, und diese müsste so billig eingekauft werden, dass sie ohne irgendwelche Zusatzgelder auf dem Weltmarkt entsorgt werden könnte. Im Klartext: Wenn die Segmentierung tatsächlich so umgesetzt würde, entstünden gar keine Butterberge.