Dienstag, 19 Dezember 2017
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> Leitet den Link an eure Freundinnen und Freunde weiter: www.uniterre.ch/unterschreiben

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Lancierung der Milchpetition von Uniterre

«1 Fr./Liter für Milchbäuerinnen und Milchbauern damit sie endlich anständig leben können!»

Donnerstag, 23.November. Mobilisationstag mit einem 1. Treffpunkt um 10 Uhr auf dem Waisenhausplatz in Bern,gefolgt von einer «hausgemachten» Nachspeise (Rezeptgeheimnis Uniterre).


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Knapp 10 Jahre sind seit dem Milchstreik vergangen. Wo stehen wir heute? Nun, leider müssen wir feststellen, dass sich seither nichts getan hat. Der Produzentenpreis für Industriemilch ist immer noch schändlich tief! Die Sendung vom 25. Oktober auf RTS1 «Les coulisses de l’événement: Lait amer et révolte paysanne» zeigt deutlich, wie wichtig es schon seit mehreren Jahrzehnten ist, dass wir uns wehren. Die Sendung ist absolut empfehlenswert: Da erfahren wir zum Beispiel, dass der Produzentenpreis dank dem Streik um 6 Rp./kg erhöht wurde. Nur – kaum sechs Monate später wurde er schon wieder um 9 Rp./kg gesenkt. Wie ist das möglich, nach all den Jahren der Bemühungen?

Nun, es ist möglich, weil die Branchenorganisation Milch – sie wurde gegründet, um die Interessen der Milchproduzenten zu vertreten – den Grossverteilern nicht gewachsen ist. Und es ist möglich, weil der Bund befindet, es gäbe wichtigere Interessen zu wahren, als diejenigen der Produzenten. Aber, sehr geehrte Damen und Herren aus der Politik, auch Produzentinnen und Produzenten sind Schweizer Bürgerinnen und Bürger und sollten vertreten werden, ganz so wie die Industrie, die Grossverteiler, der Wirtschaftsliberalismus…

Gerade unsere Grossverteiler verhöhnen die Konsumentinnen und Konsumenten mit irreführenden Werbungen: Hier eine faire Milch (Aldi), dort eine Fairness für Bauern (Denner)… und das letzte Baby von Coop: 3 Rp. mehr für die Produzentinnen und Produzenten – und einen Preisanstieg von 5 Rp. mehr für Konsumentinnen und Konsumenten nur wenige Wochen später. Nachdem in der Coopzeitung schwarz auf weiss stand, dass die Erhöhung der Produzentenpreise nicht auf die Konsumenten abgeschoben werde. Das aktuelle Motto lautet offenbar: „Lügen“.

Was bleibt für uns? Für uns Bäuerinnen, uns Bauern, uns Konsumentinnen und Konsumenten, uns Bürgerinnen und Bürger dieses Landes? Wir haben jetzt die Gelegenheit, unseren Verarbeitern und politischen Vertretern zu sagen, dass die Bauern genügend ausgelaugt sind. Es reicht jetzt. Wir wollen nicht mehr zusehen, wie ein Betrieb nach dem anderen verschwindet, Tag um Tag. Wir wollen in der Zukunft nicht Milch trinken und Milchprodukte essen, die aus Polen oder von sonst irgendwo importiert wurden. Und was in der Milchbranche gilt, gilt auch in allen anderen Branchen, denn die unsinnige Handelspraxis hat sich bereits überall breit gemacht.

Deshalb hat Uniterre jetzt beschlossen, den Stier bei den Hörnern zu packen und eine Milchpetition zu lancieren, zusammen mit einem erläuternden Text (s.u.). Mit Ihrer Unterschrift, mit Ihrer Hilfe bei der Verbreitung der Petition, können wir diesen Kampf gemeinsam gewinnen!


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1 Fr./Liter für Milchbäuerinnen und Milchbauern damit sie endlich anständig leben können!

Heute:

… deckt der Produzentenpreis für Molkereimilch NICHT EINMAL DIE HÄLFTE der Produktionskosten…

… ist es nicht mehr akzeptierbar, dass ein Milchbetrieb nach dem andern VERSCHWINDET

… ist es NICHT MEHR ANNEHMBAR, dass der Bund diese Politik zulässt…

… ist die Situation KATASTROPHAL und führt nur allzu oft zu einer Verarmung der Bauernfamilien...

Wir KONSUMENTINNEN und KONSUMENTEN unterstützen diese Petition und sagen STOP, es reicht jetzt!

Die Petition wird dem Minister für Landwirtschaft, Johann Schneider-Ammann, sowie den Bundesbehörden überreicht, damit sie endlich ihre Verantwortung wahrnehmen und für die Einhaltung von Artikel 5 und 37 des Landwirtschaftsgesetzes* sorgen.

Warum diese Petition?

Der Milchpreis ist seit Jahren stark am sinken und deckt die Produktionskosten bei Weitem nicht. Heute erhalten Produzentinnen und Produzenten von Molkereimilch im Durchschnitt zwischen 50 und 55 Rp. pro Liter Milch, während sich die Produktionskosten auf rund 1 Fr. pro Liter belaufen. So zerrinnt den Bäuerinnen und Bauern jeden Tag Geld zwischen den Fingern! Aufgrund dieser misslichen Situation müssen viele Milchbetriebe aufgeben. Vor 20 Jahren gab es in der Schweiz 44 360 Milchproduzentinnen und -produzenten, 2016 waren es nur noch 20'987. In diesen 20 Jahren ist der Konsumentenpreis für Milch um 10% gesunken, während der Produzentenpreis um 50% fiel.

Wenn unsere Landwirtschaft von Dauer sein soll, müssen wir rasch handeln. Wir fordern eine besser Verteilung der Wertschöpfung entlang der Produktionskette, ausserdem müssen die Verkaufspreise aufgewertet werden: Die rund 1.50 Fr., die wir heute im Laden für einen Liter Milch bezahlen, sind viel zu wenig, als dass die Produzentinnen und Produzenten davon leben könnten. Wir müssen handeln, damit Verarbeiter und Verteiler ihre Margen senken und den Bäuerinnen und Bauern ihre Milch anständig bezahlen, damit sie davon leben können.


* Landwirtschaftsgesetz
Art. 5 Einkommen 1 Mit den Massnahmen dieses Gesetzes wird angestrebt, dass nachhaltig wirtschaftende und ökonomisch leistungsfähige Betriebe im Durchschnitt mehrerer Jahre Einkommen erzielen können, die mit den Einkommen der übrigen erwerbstätigen Bevölkerung in der Region vergleichbar sind.
2 Sinken die Einkommen wesentlich unter das vergleichbare Niveau, so ergreift der Bundesrat befristete Massnahmen zur Verbesserung der Einkommenssituation.
Art. 37 1 Die Ausarbeitung eines Standardvertrags für den Kauf und den Verkauf von Rohmilch ist Sache der Branchenorganisationen des Milchsektors. Die Regelungen im Standardvertrag dürfen den Wettbewerb nicht erheblich beeinträchtigen. Die Preis- und Mengenfestlegung bleibt in jedem Fall in der Kompetenz der Vertragspartner.
2 Ein Standardvertrag im Sinne dieses Artikels ist ein Vertrag, der eine minimale Vertrags- und Vertragsverlängerungsdauer von einem Jahr sowie mindestens Regelungen über die Mengen, die Preise und die Zahlungsmodalitäten enthält.


Sammelfrist: 28. Februar 2018


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