Donnerstag, 26 Mai 2016
Freitag, 30 Dezember 2016
Pages de Gauche - Oktober 2016
Der Walliser Mathias Reynard und der Basler Beat Jans, beides Nationalräte der SP, haben uns dieses Interview während der Herbstsession des Parlaments in Bern gewährt. Wir wollten offen über die Position der sozialdemokratischen Partei bezüglich der Landwirtschaft und der Agrarpolitik diskutieren - ein Thema, das manchmal innerhalb der Fraktion Spannungen schafft. Ulrike Minkner von der Bauerngewerkschaft Uniterre war ebenfalls dabei.
Montag, 26 Dezember 2016
Gegenentwurf: ein Hinterhalt für unsere Initiative
Am 29. November hat der Ständerat den Gegenentwurf zur « Initiative für Ernährungssicherheit » angenommen. Es wäre aber falsch, zu glauben, dieser Entscheid betreffe nur die Initiative des SBV. Die Ratsmitglieder haben immer wieder darauf hingewiesen, dass der Gegenentwurf nicht nur eine Antwort auf die Initiative des SBV ist, sondern vielmehr eine Strategie, mit der auch die « Fair-Food-Initiative » der Grünen und die « Initiative für Ernährungssouveränität » von Uniterre bekämpft werden sollen. Jetzt kommen Gegenentwurf und Initiative des SBV (sofern Letztere nicht zurückgezogen wird) vor den Nationalrat.
Dienstag, 20 Dezember 2016
In Enges, auf der Anhöhe über Cressier, ist der Parkplatz vor dem Bauernhof von Vanessa Renfer und Etienne Richard oft besetzt. Es hat Lieferwagen, Autos, Kleinlaster, einen Traktor. Dieser Andrang ist ein gutes Zeichen, der Bauernhof lebt, bewegt und entwickelt sich - aber wohin ? Wir werden es in diesem Interview mit Vanessa Renfer erfahren. Sie ist Bäuerin und Delegierte der Sektion Neuenburg im Vorstand von Uniterre.
Mittwoch, 14 Dezember 2016
Gleichzeitig zum Monsanto Tribunal fanden zahlreiche Ateliers und Konferenzen statt. Im Vordergrund standen AktivistInnen, angesehene WissenschaftlerInnen und Initiativen der Zivilgesellschaft. 
Mittwoch, 14 Dezember 2016
Zum ersten Mal wurde ein Multi in Den Haag vor ein internationales Gericht gestellt. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen : es handelte sich nicht - noch nicht ! - um den Internationalen Strafgerichtshof, sondern um ein Meinungstribunal, das vom 14. bis zum 16. Oktober in Den Haag tagte.
Dienstag, 13 Dezember 2016
Unsere Milch ist kein Agrarrohstoff - sondern ein wertvolles Naturprodukt.
Am letzten Samstag, den 10.Dez., hat Uniterre den nationalen Tag der Rohmilch ausgerufen und an 5 Standorten in der Schweiz Rohmilch ausgeschenkt. Es war eine erfolgreiche Aktion und gab uns die Gelegenheit über die miserablen Zustände in der Milchbranche zu diskutieren. In Lausanne, Fribourg, Bern, Zürich und St.Imier wurde Milch ausgeschenkt und zu einem fairen Preis verkauft.
 
Freitag, 09 Dezember 2016
Am 16. Oktober verfolgten zum Anlass des Welternährungstag rund 70 Interessierte in der Heiliggeistkirche in Bern den Film «10 Milliarden - Wie werden wir alle satt?» von Valentin Thurn.
 Der Film zeigt eindrucksvoll Wege auf, die heute in den Laboren und Fabriken der Nahrungsmittelproduktion, der industriellen technologiegestützten Landwirtschaft, aber auch der sanften, manuellen, nachhaltigen, bäuerlichen und urbanen Landbearbeitung möglich sind und gegangen werden.
Freitag, 09 Dezember 2016
Die Milcherzeugerbewegung fordert ein reguläres Kriseninstrument für den Milchsektor 
Freitag, 09 Dezember 2016
Sind Sie Bauer oder Bäuerin und unterstützen die Ernährungssouveränitäts-Initiative ? Dann treten Sie noch heute dem bäuerlichen Komitee bei. Sie können sich unter dem folgenden Link eintragen :
www.bäuerliches-komitee.ch
Ihr Name sowie der Ort wird auf der Homepage veröffentlicht werden. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Freitag, 09 Dezember 2016
Wir alle für eine zukunftsfähige Landwirtschaft.
Mit dem Zusammenschluss von Bauern und Städtern produziert Basimilch wunderbare Bio-Milchprodukte unter besten Bedingungen für alle. Eine Landwirtschaft, die echt fair und nachhaltig ist! Nach der erfolgreichen Testphase brauchen wir dich, um das Projekt zum Blühen zu bringen! Denn wenn wir auf 2017 die Zahl der Käse-Abonnenten nicht verdoppeln können, droht dem Pionier-Projekt der Absturz.
www.100-days.net/de/projekt/kaese-fuer-eine-schoene-welt
 
 
Freitag, 09 Dezember 2016
Seit dem Kurs für solidarische Landwirtschaft anfang diesen Jahres, lässt uns der Gedanke nicht mehr los, dass Bern ein weiteres Projekt für solidarische Landwirtschaft gut gebrauchten könnte. Wir möchten unser Gemüse kennen, wir möchten fair produzieren, gemeinsam ernten und gemeinsam die Verantwortung für unsere Lebensmittel tragen. In Bern gibt es bereits das Radiesli und Soliterre, zwei Projekte basierend auf Vertragslandwirtschaft. Ein Projekt vom q-Hof befindet sich ebenfalls in den Startlöchern.
Freitag, 09 Dezember 2016
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) schlägt einen Gegenentwurf zur Volksinitiative für Ernährungs-sicherheit der Schweizerischen Bauernverbandes vor. Der neue Text beruht auf umfassenden Überlegungen, die auch andere hängige Volksinitiativen (Ernährungssouveränität, Fair-Food, Hornkühe) berücksichtigen.
Freitag, 09 Dezember 2016
Am 5. November trafen wir uns im Restaurant Bären in Ostermundigen in kleiner und engagierter Runde.  Bereichernde Diskussionen wurden geführt und interessante Ideen vorgeschlagen: Organisieren eines Rohmilch-Verkaufs in Bern während dem Milchaktionstag vom 10. Dezember von Uniterre ; 2 - 3 Aktionstage auf Landwirtschaftsbetrieben von Uniterre-Mitgliedern, organisieren eines Treffens zwischen den verschiedenen Gemüse-Abo-Anbietern in Bern (Légummes, Biohof Heimenhaus, Soliterre, Radiesli, etc) ; Rechtliche Hilfe für Bäuerinnen und Bauern, etc. Aber zuerst ist es sehr wichtig, neue Mitglieder zu gewinnen !
Freitag, 09 Dezember 2016
Am 10. November fand in Bern das Symposium « GVO - 20 Jahre Kommerzialisierung » statt, organisiert von der Schweizer Allianz Gentechfrei (SAG) und Alliance suisse pour une agriculture sans génie génétique (Stop OGM) organisiert mit Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz.
 
Dienstag, 06 Dezember 2016
Presseerklärung
In verschiedenen Städten und Regionen werden am 10. Dezember Standaktionen von Bäuerinnen und Bauern durchgeführt, um Rohmilch zu verkaufen oder zu verteilen. Mit dieser symbolischen Aktion möchte Uniterre die Arbeit der bäuerlichen Familien ins Zentrum stellen und allen die Möglichkeit geben, den authentischen Geschmack der Rohmilch kennenzulernen.
Dienstag, 29 November 2016
an die MedienLausanne, 29.Nov. 2016
Gegenvorschlag des Ständerats zur Ernährungssicherheitsinitiative : Ein unausgegorenes Projekt , das um den heissen Brei herumredet.
 Uniterre und die Initiative « für Ernärhungssouvernänität » haben von der Entscheidung des Ständerrats, einen Gegenvorschlag zur « Ernährungssicherheitsinitiative » zu lancieren, Kenntnis genommen. Im Bericht der Kommission WAK-S wird ausgedrückt, dass das Gegenprojekt z.T. den Erwartungen unserer Initiative entgegenkommt. Dem widersprechen wir klar.
Dienstag, 29 November 2016
Unsere Ernährungssysteme gehören uns 
Vor einigen Jahren hat Olivier de Schutter, UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung gesagt, ein Hauptgrund für die gegenwärtige Lebensmittelknappheit sei die fehlende Demokratie in unseren Ernährungssystemen. Man müsse in den Dörfern und Städten, bei den Bürgerinnen und Bürgern beginnen, bessere Systeme zu gründen, welche die Macht weg von den Konzernen zurück zu den Völkern bringt.
Dienstag, 29 November 2016
Am 10. Dezember 2016 werden wir Bäuerinnen und Bauern
Rohmilch sowie andere Produkte an Marktständen verkaufen.  Ziel ist es, unsere Hofprodukte vorzustellen und die Direktvermarktung zu fördern. 
Montag, 14 November 2016
Mit dem Zusammenschluss von Bauern und Städtern produziert Basimilch wunderbare Bio-Milchprodukte unter besten Bedingungen für alle. Eine Landwirtschaft, die echt fair und nachhaltig ist! Nach der erfolgreichen Testphase brauchen wir dich, um das Projekt zum Blühen zu bringen! Denn wenn wir auf 2017 die Zahl der Käse-Abonnenten nicht verdoppeln können, droht dem Pionier-Projekt der Absturz.
VIDEO:
http://www.100-days.net/de/projekt/kaese-fuer-eine-schoene-welt/project
Dienstag, 08 November 2016
Aktuell gibt es in der Deutschschweiz rund 15 Vertragslandwirtschaftsprojekte. Am 22. September besuchten einige Mitglieder und SympathisantInnen von Uniterre das im Jahr 2013 gegründete Projekt «Bioco» in Gebenstorf bei Baden. Auf dem Demeter-Betrieb von Astrid und Michael Köhnken wird auf vierzig Aren Gemüse für 50 AbonnentInnen und 100 GenossenschafterInnen angebaut. Auf dem Hof werden aber auch Dinkel-Korn angebaut, Mutter-Kühe gehalten und stehen 75 Hochstammbäume.
Dienstag, 08 November 2016
Ab 2017 wird mein Status ändern. Ich werde vom angestellten Aktivisten zum ehrenamtlichen Aktivisten. Wie Ihr, liebe Freundinnen und Freunde, werde ich anderweitig beschäftig sein - dennoch werde ich es nicht lassen können, die Aktivitäten von Uniterre und die Bewegung für Ernährungssouveränität weiterhin zu verfolgen.
Dienstag, 08 November 2016
„Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt!“
Unter diesen Slogan stelle ich unseren Nachruf für Köbi Alt. Er ist am 31.Oktober unerwartet verstorben und wir alle vermissen ihn sehr. Nicht nur weil er unser Vizepräsident von Uniterre war, sondern weil er so viele verschiedene Talente hatte. Er hat sich immer Zeit für unsere Anliegen genommen und gleichzeitig hatte er etwas Drängendes. Er hat uns erinnert und herausgefordert, hat nicht Ruhe gelassen, bis das Vorhaben Fortschritte machte.
Dienstag, 08 November 2016
Sind Sie Bäuerin oder Bauer und stimmen JA für den Atomausstieg am 27. November. In diesem Fall können die Kampagne unterstützen und ein Mail an  brigitte.marti@gruene.ch senden mit folgenden Angaben:- Name- Vorname- Produktionszweig (Wein, Viehhaltung, Ackerbau, Gemüseanbau...)- Label (Bio, IP, Konventionell)- Ort und Kanton
Einsendeschluss ist der Freitag, 11. November.
Montag, 07 November 2016
Uniterre hat es immer wieder gesagt, besonders seit 2009: Das Problem der Mengenführung bei der Industriemilch wird auch auf die Käsereimilch überschwappen. Aus diesem Grund haben wir unerlässlich an die bäuerliche Solidarität appelliert und eine dringende Regulierung der Milchproduktion gefordert, inklusive der hochwertigen AOP-Milch, die seit Jahren als Vorzeigebeispiel gilt.
Dienstag, 01 November 2016
Gehirntot des Milchsektors
Vor 10 Jahren hat in der Schweiz die dreijährige Übergangsphase für den Ausstieg aus der Milchkontingentierung begonnen. Fast gleichzeitig, nämlich 2007, wurde der Käsemarkt zwischen der Schweiz und der EU vollständig liberalisiert.
Wo stehen wir heute?
Mittwoch, 11 Dezember 2019
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Im November besuchte der Bauernanführer Franklin Almendares aus Honduras die Schweiz. Bereits als Kind beteiligte er sich mit seinem Vater an den Aktivitäten der Bauernbewegung. Heute ist der 46-jährige Generalsekretär der nationalen Organisation CNTC und riskiert dafür sein Leben. Wir blicken auf seinen eindrücklichen Werdegang zurück, der eng mit der hart umkämpften Agrarpolitik im Land verflochten ist.

Im Jahre 1970 erlangte die Bauerngemeinschaft von Franklin Almendares im Departement Francisco Morazán, eine Stunde von der Hauptstadt Tegucigalpa entfernt, ihr Land zurück. Wie viele andere Gemeinschaften erreichten sie aufgrund des Landreformgesetzes von 1962 die Rückgabe ihres Landes aus den Händen der Grossgrundbesitzer. "49 Jahre später besitzt die Gemeinschaft jedoch immer noch kein Eigentumszertifikat, weil die Behörden immer neue Hürden aufstellen", meint Almendares. "Es ist die Ungerechtigkeit, die ich schon als Kind zu spüren bekam, die mich angetrieben hat, mich zu engagieren. Ich sah, wie die Menschen verfolgt wurden, weil sie das Land zurückbekamen, wie sie gewaltsam verschwunden und eingesperrt wurden. Es war grausam", erinnert sich der Bauer.

„Ich ging aufs Land und sah die Unterdrückung‟

Als 1985 die Organisation CNTC (Central Nacional de Trabajadores del Campo) unter anderem durch seinen Vater Cosme Almendares auf nationaler Ebene gegründet wird, motiviert dies Franklin zusätzlich, selber aktiv zu werden. Mit 16 Jahren startete er als Sekretär seiner Bauerngruppe, mit 18 war er Vizepräsident und mit 20 Teil der regionalen Struktur des Departements Francisco Morazán. "Damals war ich in Landrückgabeprozesse involviert, ich ging aufs Land und sah die Unterdrückung, ich sah wie die Landbesitzer mit ihren Pistolen auf Maultieren und Pferden angeritten kamen, um die Bäuerinnen und Bauern zu vertreiben. Sie töteten und sperrten die Menschen ein."

Die Situation der Kleinbauernfamilien verschärfte sich ab 1992, weil die Regierung in diesem Jahr das Landreformgesetz ausser Kraft setzte. Die Regierung vergab auch immer mehr Land an transnationale Unternehmen. "In dieser Zeit kämpfte ich an der Basis, bis ich 2007 die Koordination der CNTC auf regionaler Ebene in Francisco Morazán übernahm. 2008 kam dann das Dekret über Zwangsenteignungen durch, welches die Agrarreform wieder belebte und ermöglichte, Grossgrundbesitzer zu enteignen. Unter der Regierung von Manuel Zelaya erhielten 272 Gemeinschaften Landzertifikate, ein Erfolg, erzählt der Bauernanführer."

Die Reaktion der Eliten liess jedoch nicht lange auf sich warten. Mit dem Staatsstreich von 2009, der den Präsidenten Zelaya aus dem Amt trieb, setzten sie auch dieses Dekret zugunsten der Kleinbäuerinnen und –bauern wieder ausser Kraft. 2013 übernahm Almendares schliesslich das Amt als Generalsekretär der CNTC auf nationaler Ebene. In dieser Funktion wird er mit den rechtlichen Gesuchen um Landtitel der Bauerngemeinschaften konfrontiert: "Es war sehr hart für mich festzustellen, wie vielen Bäuerinnen und Bauern der Prozess gemacht wird und dass über 40% der Gesuche um Land in den Schubladen der Behörden liegen bleiben oder für ungültig erkärt werden," führt Almendares aus.

Verbesserter Schutz für Franklin Almendares und die CNTC

In den vergangenen anderthalb Jahren wurde das Auto von Almendares drei mal beschossen. Seit 2018 begleitet PBI den Bauernanführer und die Organisation CNTC, was die Sicherheitslage etwas entschärft hat. Trotz der grossen Risiken, die mit seiner Arbeit verbunden sind, kann sich der Aktivist kein anderes Leben vorstellen: "Ich kann mich nicht zurückzuziehen. Auf dem Land, das wir als Gemeinschaft legalisieren wollen, steht mein Haus und wir bauen dort an. Das gibt uns einen Ertrag, damit meine Kinder in die Schule gehen und essen können." PBI erhofft sich von der Speaking Tour mit Franklin Almendares und Nora Ramírez durch Europa eine Verbesserung des Schutzes der Mitglieder der CNTC.

Artikel von Katja Aeby von Peace Brigades International.

Donnerstag, 05 Dezember 2019
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Wenn es einen Refrain gibt, den die Schweizer Milchproduzenten seit dem Ende der Milchquoten immer wieder hören, dann ist es folgender: Es gebe zu viel Milch, Käufer und Verarbeiter seien gezwungen, Lösungen für das Überangebot zu finden. Es gab Butterberge, Milchpulver wurde massiv produziert und gelagert. Angesichts der Schwierigkeiten, diese Produkte auf dem Schweizer Markt zu verkaufen, sind die Grossverteiler auf den Export ausgewichen. Um jedoch auf dem europäischen oder gar auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig zu sein, wurden die Preise dieser Erzeugnisse künstlich gesenkt. Der Einkommensverlust ging zu grossen Teilen zu Lasten der Milchproduzent*innen. Jede Milchabrechnung, und sei sie noch so mager, wurde um einige zusätzliche Rappen gekürzt, um die „Entsorgung“ des Überschusses zu finanzieren (2014-2016: 0,35 Rp. pro Liter Milch für alle Produzenten und 0,45 Rp. pro Liter Molkereimilch über Fromarte). Natürlich haben die Verarbeiter auch finanziell dazu beigetragen, aber sie befinden sich nicht in einer so prekären Situation wie die Bauernfamilien.

In den letzten Tagen haben Konsument*innen über die sozialen Netzwerke berichtet, es gebe Kochbutter mit der Aufschrift „Produktionsland vorübergehend: EU: Rohstoffmangel" in den Ladenregalen der Migros. Wenn es also zur Überproduktion kommt, werden die Produzent*innen an die Kasse gebeten; wenn es einen Mangel gibt, sind es die Konsument*innen. Es ist davon auszugehen, dass der Preis für diese Butter, die nach weniger strengen Produktionsnormen hergestellt wurde, nicht gesenkt wurde. Und natürlich werden auch die Bauernfamilien davon nicht profitieren. Tatsächlich erwägt derzeit niemand eine Erhöhung des Richtpreises.

Das Ziel unserer lieben Grossverteiler könnte klarer nicht sein. Durch den anhaltenden Preisdruck werden Bäuerinnen und Bauern gezwungen, ihre Milchproduktion einzustellen. Dann gibt es zu wenig Milch und die Marktakteure können „ganz legitim“ die Öffnung der Grenzen fordern, um die Lücke zu schliessen. Nun braucht dieses Provisorium nur noch längerfristig zu bestehen und die Öffnung der weissen Linie ist Realität. Wer ist dann noch stark genug, um die Milchproduktion in der Schweiz mit all den damit verbundenen Einschränkungen fortzusetzen?

Bis der Verband der Schweizer Milchproduzenten (SMP) und die Branchenorganisation Milch (BOM) reagieren, fordern wir die Konsumentinnen und Konsumenten auf, diese importierte Butter zu boykottieren und die Butter bevorzugt bei den Bäuerinnen und Bauern sowie bei kleineren Käsereien einzukaufen. Und natürlich fordern wir eine sofortige Anpassung des Milchpreises rückwirkend auf den 1. November 2019. Es geht darum, einen wichtigen Teil unseres Erbes zu erhalten und das Überleben der rund 19.000 Bauernfamilien zu sichern, um dieses einzigartige Wissen zu erhalten.

Pressekontakt:

Philippe Reichenbach (FR) – Milchkommission Uniterre – 079 640 89 63

Maurus Gerber (DE/FR) – 024 454 18 05

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Dienstag, 03 Dezember 2019

Die UNO-Deklaration zu den Rechten der Bäuerinnen und Bauern und anderer im ländlichen Raum arbeitender Personen wurde am 17. Dezember 2018 in New York durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen. Die Schweiz hat die Deklaration aktiv unterstützt und in Genf (September 2018) sowie in New York (Dezember 2018) für deren Annahme gestimmt.

Zielgruppen der Deklaration

Die Deklaration schützt nicht nur Bäuerinnen und Bauern, sondern auch landwirtschaftliche Angestellte, landlose Bäuerinnen und Bauern, Hirtinnen und Hirten, FischerInnen, Jägerinnen und Sammler, die indigenen Völker, aber auch Lohnangestellte von Plantagen, landwirtschaftlichen Betrieben, Wäldern, Aquakulturen und agro-industriellen Unternehmen.

Analyse der Situation von Bauern und anderer im ländlichen Raum arbeitender Personen

In der Einleitung präsentiert die Deklaration eine Situationsanalyse, die eine spezifische Deklaration zum Schutz der Bauern rechtfertigt. Denn die Bauern gehören, obwohl sie einen elementaren Dienst leisten (Ernährung, Erhaltung der Biodiversität), zur am meisten von Armut betroffenen Bevölkerungsgruppe und sie bekommen die Folgen von Umweltzerstörung und Klimawandel in vollem Ausmass zu spüren. Die Anzahl der Bauernhöfe sinkt besorgniserregend, was eine Gefahr ist für die globale Ernährungssicherheit und das Recht auf Nahrung. Das heutige System, das auf nationaler und internationaler Konkurrenz zwischen den Bauern beruht, ist auch die Ursache für die Zerrüttung bäuerlicher Familien.

Kernpunkte der Deklaration

Die Deklaration beinhaltet 28 Artikel, die die Rechte der Bauern und die Pflichten der Staaten definieren (sie kann auf der Website von Uniterre auf Französisch heruntergeladen werden).

Diskussion der wichtigsten Artikel

Das Recht, sich zu organisieren, um sich zu verteidigen und angemessene Preise auszuhandeln (Artikel 9, 10, 11, 16)

Diese Artikel definieren das Recht der Bauern, sich in Organisationen, Gewerkschaften und Kooperativen zusammenzuschliessen, um sich zu schützen und zu verhandeln – unabhängig und frei von Einmischung, Zwang oder Repression. Er beschreibt ebenfalls die Pflicht des Staates, die Bauern bei Verhandlungen zu stärken, um gerechte Bedingungen und stabile Preise zu gewährleisten. Dieses Recht wird durch die Pflicht des Staates unterstützt, die Bauern mit nützlichen, transparenten Informationen zu den entscheidenden Faktoren in Produktion, Verarbeitung, Kommerzialisierung und Absatz der Produkte zu versorgen (Artikel 11).

Ernährungssouveränität (Artikel 15)

Mit dem Ziel, das Recht auf eine angemessene Ernährung zu stärken und zu schützen, gewährleisten die Staaten – in Partnerschaft mit den Bauern, der lokalen, nationalen, regionalen und internationalen Politik – Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität sowie nachhaltige und faire Ernährungssysteme. Zu diesem Zweck etablieren sie Instrumente, um die Kohärenz ihrer Agrar-, Wirtschafts-, Sozial- und Kulturpolitik zu garantieren.

Das Recht auf Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz (Artikel 14, 18)

Dieser Artikel beschreibt die Rechte aller Betroffenen, indem er die notwendigen Bedingungen für Landarbeiter festlegt, wie das Recht auf Organisation, Verteidigung und Zugang zu Informationen, insbesondere über die verwendeten Chemikalien und deren Auswirkungen auf die Gesundheit. Das Recht, auch über ausreichende Arbeitsausrüstung zu verfügen. Es geht um die Würde am Arbeitsplatz und den Kampf gegen alle Formen von Ausbeutung und Missbrauch.

Das Bodenrecht (Artikel 17)

Die Bauern haben das Recht auf Boden, ob privat oder kollektiv, und somit das Recht auf Zugang zu Land und Wasserflächen, zu maritimen Küsten, Fischfanggebieten, Weiden und Wald. Sie haben das Recht, diese Gebiete zu nutzen und nachhaltig zu bewirtschaften, um einen angemessenen Lebensstandard zu erreichen und einen Ort zu haben, wo sie in Sicherheit, Frieden und Würde leben und ihre Kultur gestalten können.

Das Recht auf eine intakte Umwelt (Artikel 18)

Die Bauern haben das Recht auf Erhalt und Schutz ihrer Umwelt, der Fruchtbarkeit ihrer Böden sowie der Ressourcen, die sie nutzen und verwalten.
Der Staat schützt sie gegen Übergriffe durch nicht-staatliche Akteure, namentlich indem er die Einhaltung des Umweltschutzes sichert.

Das Recht auf Saatgut (Artikel 19)

Die Bauern sind Träger des Rechts auf Saatgut; es beinhaltet:

a) Das Recht auf Schutz des traditionellen Wissens über pflanzengenetische Ressourcen der Ernährung und Landwirtschaft.

b) Das Recht auf eine faire Beteiligung am Nutzen aus dem Tausch pflanzengenetischer Ressourcen zugunsten der Ernährung und Landwirtschaft.

c) Das Recht, an der Entscheidungsfindung zur nachhaltigen Erhaltung und Nutzung der pflanzengenetischen Ressourcen zugunsten der Ernährung und Landwirtschaft teilzunehmen.

d) Das Recht auf Aufbewahrung, Nutzung, Tausch und Verkauf des bäuerlichen Saatguts oder des Vermehrungsmaterials.

Das Recht auf Biodiversität und das Vorsorgeprinzip (Artikel 20)

Die Staaten ergreifen geeignete Massnahmen, um die Ausbeutung der Biodiversität zu verhindern und eine nachhaltige Erhaltung und Nutzung dieser zu gewährleisten. Sie beugen dem Risiko vor, das von Manipulation, Transport, Nutzung, Transfer und der Einführung jeglicher modifizierter Organismen ausgeht.

Perspektiven

Die Deklaration beschreibt alle Parameter, die zur Entwicklung eines nachhaltigen Ernährungssystems umgesetzt werden sollten. Bei Uniterre wissen wir, welchen Weg wir gehen wollen: den der Ernährungssouveränität. Von der Bevölkerung wurden wir (noch) nicht erhört, von der Politik noch weniger. Aber die Zeiten wandeln sich und die Stimmen, die das System in Frage stellen, werden zahlreicher. Bei Uniterre werden wir die Deklaration verwenden, um unsere Forderungen zu unterstreichen, und wir werden uns national organisieren, um ihnen Gewicht zu verleihen. Die Schweiz hat die Deklaration in ihrer Entstehung unterstützt und zwei Mal für deren Annahme gestimmt. Es liegt an uns, im Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und unter der Kuppel in Bern immer wieder daran zu erinnern.

Donnerstag, 14 November 2019
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Als Folge der Krise in der Weinproduktion und der Landwirtschaft, haben mehrere Bäuerinnen und Bauern von Uniterre die Idee eines Manifests lanciert.

Das Ziel: Ein Appell an die Politikerinnen und Politiker, um sie auf die entscheidende Bedeutung einer einheimischen, vielfältigen und familiären Landwirtschaft, die Mensch, Land und Tiere respektiert, aufmerksam zu machen.

Wie: Möglichst viele Unterschriften von Schweizer Bauern und Bäuerinnen sammeln.

Vielleicht haben wir nicht alle die gleiche Vision von der Zukunft der Landwirtschaft. Wichtig ist nicht, Recht zu haben, sondern das, was von der bäuerlichen Landwirtschaft in der Schweiz noch übrig ist, zu verbünden.

Angesichts der prekären Situation müssen wir uns heute nicht mit Differenzen aufhalten, sondern die gemeinsamen Werte, die das Manifest enthält, erkennen und uns dahinter vereinen.

Damit wir alle, Landwirtinnen und Landwirte, die Ermächtigung über unsere Zukunft zurückgewinnen.

Jetzt das Manifest unter diesem Link unterschreiben!

Besten Dank!


Manifest der Schweizer Bäuerinnen und Bauern für einen gerechten und fairen Markt

Wir, Bäuerinnen und Bauern in der Schweiz, haben uns zu dieser Kampagne vereint.

Wir, Bäuerinnen und Bauern, Winzerinnen und Winzer, Gemüseproduzentinnen und Gemüseproduzenten, Züchterinnen und Züchter, Milchproduzentinnen und Milchproduzenten, Obstfachfrauen und Obstfachmänner, Gärtnerinnen und Gärtner, wir alle, die das Land bearbeiten, wünschen uns mehr Respekt und mehr Wertschätzung gegenüber uns und unserem Berufsstand. Heute fordern wir faire Preise für unsere Produkte, einen transparenten Markt und einen fairen Wettbewerb.

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger engagieren sich heutzutage für das Klima und eine nachhaltige Entwicklung, ein Thema, das viele Politikerinnen und Politiker ebenfalls in ihre Agenda aufgenommen haben.
Der Bundesrat bemüht sich jedoch mit Unterstützung einiger Politikerinnen und Politiker intensiv um die Aushandlung von Freihandelsabkommen. Im völligen Widerspruch zu seinem scheinbaren Engagement arbeitet er in Tat und Wahrheit allen Strategien zugunsten von Klima, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Ernährungssouveränität, entgegen.

Mit diesem Manifest verurteilen wir den freien Markt, der auf der ganzen Welt die bäuerliche Landwirtschaft und das Klima zerstört und damit die Gesellschaft als Ganzes destabilisiert.

Der Bundesrat erleichtert die Einfuhr, während der Markt die lokale Nahrungsmittelproduktion nicht mehr aufnehmen kann. Wir können nicht die Schweizer Lohn- und Nachhaltigkeitsstandards erfüllen und gleichzeitig mit ausländischen Importen konkurrieren. Der globalisierte Markt übt den gleichen Druck auch auf den Bio-Markt aus. Die Schweizer Landwirtschaft ist geschwächt und droht zu kollabieren.

Die Importe von industriell hergestelltem Brot und anderen Tiefkühlprodukten auf Getreidebasis von Lebensmittelkonzernen aus osteuropäischen Ländern (insbesondere Polen) haben sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt; sie betragen 120.000 Tonnen pro Jahr, während Getreide und Ölsaaten, die nach IP-Suisse, Extenso und Bio-Normen angebaut werden, aufgrund der Marktsättigung herabgestuft werden.

Die Milchproduktion befindet sich in der Krise, in einem Markt, der vom Profitstreben der Verarbeiter und Supermärkte beherrscht wird, zum Nachteil der Milchbäuerinnen – und Bauern, die ihre Kosten nicht mehr decken können und die Milchproduktion einstellen.

Der 2018 in der Schweiz produzierte Wein ist noch in den Fässern und was findet man in den Supermärkten oder im Vertriebsnetz der Landi von Fenaco? Ausländische Weine, mit denen sie mehr Gewinn machen können. Fast 40% der importierten Weine werden zu einem Preis von weniger als CHF 1.50 pro Liter importiert. Schweizer Weine verlieren Marktanteile und machen nur 35% des Umsatzes aus. In den letzten 20 Jahren waren die einzigen Lösungsvorschläge die Absatzförderung und der Export.

Tomaten aus Almeria überschwemmen seit Jahren die Supermärkte, wie von Geisterhand werden sie nun Bio, der Markt verlangt es!Die Unternehmen, die die Gewächshäuser bewirtschaften, werden regelmäßig wegen Nichteinhaltung der Menschenrechte, wegen Verletzung der Arbeitsrechte und wegen Verschmutzung und Übernutzung von unterirdischen Grundwasservorkommen und Quellen angeprangert.

Währenddessen unterzeichnet unsere Regierung weiterhin Freihandelsabkommen, die die Einfuhr von Agrarerzeugnissen erleichtern werden. Wo bleiben die Bedenken und Sorgen unserer Politikerinnen und Politiker für das Klima?

Die industrielle Fleischproduktion setzt viermal mehr CO2 frei als Schweizer Fleisch von Rindern, die mit Gras gefüttert werden. Die industrielle Tierhaltung ist unter anderem für die Brände im Amazonas verantwortlich, durch die Verwendung von Mais- und Sojafuttermittel aus diesen Gebieten.

Ein Freihandelsabkommen für Palmöl wurde mit Indonesien unterzeichnet, ein weiteres wird gegenwärtig mit Malaysia ausgehandelt. Die Palmölproduktion ist für die Waldrodung verantwortlich, sie vernichtet die Ressourcen der lokalen Bevölkerung und konkurrenziert die Produktion von Schweizer Pflanzenölen!

Ein neues Abkommen mit Mercosur (Südamerika) wird den Import von industriell produziertem Fleisch, Wein, Obst und Blumen aus Südamerika über Entfernungen von 12.000 km noch einfacher machen! Ein ähnliches Projekt wird derzeit mit den Vereinigten Staaten diskutiert...

Die Liberalisierung des Schnittblumenmarktes im Jahr 2017 hat den Import von Blumen aus dem Ausland, insbesondere aus Kenia und Kolumbien, gefördert. Heute machen Schweizer Blumen nur noch 3% der in Supermärkten verkauften Blumen aus.

Der Wille der Schweizer Bevölkerung, die familiäre Landwirtschaft in einem fairen, sozialen und ökologischen Markt zu fördern, wird nicht respektiert. Wir wollen nicht mehr durch die Versprechen des Bundes gespalten werden. Wir fordern faire Marktregeln.

Mit meiner Unterschrift anerkenne ich die in diesem Manifest zum Ausdruck gebrachten Werte und setze mich für ihre Förderung ein. Damit wird den Gefahren, die heute die Bäuerinnen und Bauern bedrohen, stärker Rechnung getragen.Ich hoffe, dass ich bei meiner Arbeit im Dienste der Gemeinschaft dieses Landes wieder Respekt und Anerkennung erfahren kann.

Jetzt das Manifest unter diesem Link unterschrieben!

Mittwoch, 02 Oktober 2019
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Vom Schwindel

... und dem Schwindeligwerden. Wer hätte vor 10 Jahren gedacht, dass das Wasserschloss Schweiz angesichts des Klimawandels auf den Prüfstand steht, allen voran die Landwirtschaft. Die Hitzeperioden und Extremwetter setzen unseren Bäuerinnen und Bauern stark zu. Umso mehr muss sich Uniterre für eine nachhaltige und klimaschonende Landwirtschaft einsetzen. Deshalb unterstützen wir auch das Bündnis für eine Landwirtschaft mit Zukunft, die den Brückenschlag zur Klimabewegung herstellt.

Die Rappenspalter von der Migros graben den Milchbäuer*innen mit der durchgesetzten Basis-Preissenkung von 2,5 Rappen vom 1. Juli 2019 das Wasser ab. Emmi zog ebenfalls mit einer Preissenkung von 0,4 Rp. nach. Gemeinsam mit weiteren bäuerlichen Basisorganisationen demonstrierten wir am 16. Juli 2019 dagegen vor dem Shoppyland Schönbühl. Uniterre-Mitglied und BIG-M-Sprecher Werner Locher schreibt in einem Brief an die Migros: „Sie wollen Ihren Konsumenten zeigen, dass Sie für die Heimat einstehen und verteilen an Schwingfesten Gratismützen mit der Aufschrift ‘Heimatliebe’. Aber was soll das? Das ist doch keine Heimatliebe, wenn die Migros genau diejenigen ruiniert, die zu einem wesentlichen Teil die Kultur und die Landschaft dieser Heimat mitgestalten.“

Schwindelig wird mir bei der Aussage von Bio Suisse-Geschäftsführer Balz Strasser in einem Interview vom Bieler Tagblatt: „Mitarbeitende von bio-zertifizierten Betrieben arbeiten nicht für Hungerlöhne.“ Die 2000 ausländischen bio-zertifizierten Betriebe unterstünden den strengen sozialen Anforderungen von Bio Suisse. Realität ist eine andere – der Mindestlohn wird nicht eingehalten, auch die gewerkschaftliche Vertretung wird verhindert, wie die spanische Basisgewerkschaft SOC-SAT gerade bei «Bio Sabor» in Almeria konstatiert. Trotzdem wird «Bio Sabor» die Knospe nicht entzogen. Auch in Sachen fairer Handel leistet sich der Knospenverband eine Verrenkung sondergleichen, in dem sie eine Preissenkung bei Roggen, Weizen und Dinkel durchsetzt. Trotz wachsender Nachfrage sollen tiefere Preise die Nachfrage sichern, so das Argument. Die Strategie der Margenverbesserung auf Kosten der Bäuerinnen und Bauern setzt sich auch bei Bio durch. Bio soll im Verkaufsregal in direkter Konkurrenz mit konventionellen Produkten stehen.

Die veganen Burger von Beyound Meat und Impossible Foods sichern Traumrenditen für die Fleisch- und Lebensmittelindustrie und erobern Supermarktketten und Restaurants im Sturm. Die Burger aus pflanzlichen Proteinen vermarktet sich als sauber, umweltfreundlich und gesund. Unbestritten ist die Fleischindustrie mit ihrem hohen Ressourcenverbrauch mitverantwortilch an der Klimaerwärmung, hingegen ist eine standortangepasste nachhaltige und auf graslandbasierte Tierhaltung sinnvoll, denn sie baut Humus auf, trägt zur Biodiversität bei und sichert die Einkommen der Bauernhöfe in der Schweiz.

Mathias Stalder

Mittwoch, 02 Oktober 2019
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Wem dient's ?


Die Zeit soll Fortschritt bringen. Gesellschaftlich gesehen ist Fortschritt eine Evolution der Zivilisation hin zu einem Ideal. Ist es das, was wir gerade erleben?

In den letzten Jahren hat der Fortschritt für die Bauernfamilien einen bitteren Beigeschmack bekommen. Die angebliche Notwendigkeit, die Grösse der Betriebe und der Herden zu erhöhen, hat viele LandwirtInnen dazu gebracht, ihre Tätigkeit zugunsten ihrer Nachbarn aufzugeben. Damit wurde für die Verbleibenden die Arbeitsbelastung weiter erhöht. Und für diejenigen, die gehofft hatten, gelassen in den Ruhestand gehen zu können, sorgen Diskussionen um neue Steuerbestimmungen für grosse Verunsicherung. Die Situation für die Milchbäuerinnen und Milchbauern verschärft sich zusehends. Die grossen Handelskonzerne inszenieren Krisen und unsere Vertreter sind zu Komplizen geworden, indem sie behaupten, dass sich der Markt von selbst regulieren muss.

Währenddessen werden wir alle durch Nachrichten über Klima, Biodiversität und den Zustand unserer Gewässer vorzeitig alt und grau. Fast alle sind sich einig, dass wir handeln müssen, aber wer ist wirklich bereit, den ersten Schritt zu tun? In der Lebensmittelproduktion entstehen allmählich Lösungen, und einige Ideen warten nur darauf, umgesetzt zu werden. In dieser Hinsicht scheint die sakrosankte Digitalisierung der Landwirtschaft bereit zu sein, uns auf Plattformen die Antworten auf die Herausforderungen von morgen zu bieten. Dies gilt zum Teil, z.B. wenn damit die Tür zu mehr Präzision bei mechanischen oder chemischen Eingriffen geöffnet wird. Viel weniger gilt dies aber, wenn wir uns die Datenmengen vorstellen, die aus der Landwirtschaft an die Ernährungsindustrie, an die Agrochemie und die Branchenriesen übermittelt werden.

An die gleichen Konzernkonglomerate, welche bereits sehr viel Macht haben und auch zu grossen Teilen für die Verschmutzung auf globaler Ebene verantwortlich sind... Das ist nicht nur unklug sondern kann auch gefährlich sein.

Viele Fortschrittsgedanken sind nicht global gedacht. Die zahlreichen Verknüpfungen in einem komplexen System werden nicht berücksichtigt. Das Beispiel, der von der Migros im Wallis geplanten Megagewächshäuser für Paprika, ist vielsagend: Ist dies die ideale Lösung? Schnell wird applaudiert, wenn die lokale Produktion ausgebaut wird. Hier aber wird die Arbeit von GemüseproduzentInnen direkt in die „Hände“ der Industrie gelegt. Und wie können wir das Ungleichgewicht austarieren, das das Vorgehen von Migros in den Ländern verursachen wird, in denen Paprika ursprünglich angebaut wird und und an deren Klima sie perfekt angepasst ist?

Die Deklaration der UN für die Rechte der Bäuer
innen und Bauern und anderer im ländlichen Raum tätiger Personen und die Ernährungs-
souveränität sind von grosser Bedeutung und sind Garant für eine gesunde Ernährung, welche unsere Ressourcen, unsere Tiere und unsere Bauernfamilien erhält. Mit Begeisterung werden wir weiter auf dieses Ziel hinarbeiten.

Vanessa Renfer
Bäuerin und Vorstandsmitglied Uniterre (Sektion Neuenburg)

Mittwoch, 02 Oktober 2019
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Am 19. Juni 2019 wurde in Saxon, Wallis, eine Statue zum Gedenken an den Bauernaufstand von 1953 eingeweiht. Uniterre dankt dem lokalen Komitee für diese Initiative. Ein Rückblick: Tatsächlich, am 7. August des Jahres 1953 explodiert die Wut der Walliser Obstproduzent*innen: Die 6 Millionen Kilo der Schweizer Aprikosenproduktion kommen auf einem Markt, der bereits vollständig von den ausländischen Importen gesättigt ist (knapp 10 Millionen Kilo sind bereits in die Schweiz eingeführt). Eine Verordnung des Bundesrates blockiert die Ernte. Zuvor hatte der gleiche Bundesrat am 25. Juni die Fortsetzung der Einfuhren genehmigt, während das Agrargesetz von 1952 bereits eine Beschränkung der Einfuhr bei ausreichender einheimischer Produktion vorsah.

Um dieser Politik gegen die bäuerliche Landwirtschaft in der Schweiz entgegenzutreten, wurden nach dem Krieg mehrere Bauernverbände gegründet. Als Vorbild diente der 1949 in Saxon gegründete Verband der Walliser Produzenten (UPV). 1951 führte der Zusammenschluss der Bauernkomitees zur Gründung der l'Union des producteurs suisse (UPS - später Uniterre).

Am 7. August 1953 wurde eine Sitzung von einem Aktionskomitee einberufen, das sich aus Bauernverbänden sowie Vertretern der Politik und der Zivilbevölkerung zusammensetzte. "Die Regierung lässt zu, dass täglich tonnenweise Früchte aus Italien über den Simplon zu uns kommen. Während hingegen unsere Aprikosen an Ort und Stelle verrotten müssen. Das werden wir nicht länger geschehen lassen. Bürger*innen die Lage ist ernst. Doch wir werden gewinnen - diesmal mittels einer Demonstration unserer Kraft", legt Ferdinand Carron, Sprecher der Bauern und einer der Führer der UPS, der Versammlung dar. Es ist der Moment, in dem fast 5.000 Menschen, die in wenigen Stunden mobilisiert wurden, Strassen besetzen, Konvois im Bahnhof blockieren und Früchtekisten mit Importware aus den Waggons holen , um diese dann abzubrennen. Fünfzig Bauern werden angeklagt, etwa vierzig für schuldig befunden. Aber die Forderungen werden endlich gehört. Die Regierung unternimmt Schritte, um den Absatz sicherzustellen. Die Ernte kann fortgesetzt werden. Diese direkte Aktion der Bäuerinnen und Bauern, welche von der gesamten Region mitgetragen wurde, ermöglichte es, die Schlacht zu gewinnen.

Das UPS-Uniterre verstand sich damals bereits sowohl als soziale Bewegung als auch als Gewerkschaft. Die Hauptforderungen lauteten wie folgt und sind nach wie vor von entscheidender Bedeutung:

• Die UPS möchte verhindern, dass der Rückgang der Anzahl der Familienbetriebe anhält. Sie fordert, dass die Schweiz wieder zu 70% aus eigener Landwirtschaft versorgt wird. Die Verfassung garantiert eine starke und gesunde Landwirtschaft: Dieses Versprechen muss endlich erfüllt werden. (Bemerkung R.B.:Heute ist der Selbstversorgungsgrad unter 50% gefallen);

• Die UPS befürwortet eine Preispolitik, die sicherstellt, dass Familienbetriebe ein angemessenes Einkommen haben. „Wir fordern die gleichen sozialen Rechte wie Arbeitnehmer in anderen Wirtschaftsbereichen."

• Die Einfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse muss vom Verkauf einheimischer Erzeugnisse abhängig gemacht werden. Die UPS möchte, dass die Kontrolle der Importe von den Bauern übernommen wird. Die UPS fördert die Solidarität mit den Konsumenten.

Heute hat Uniterre diese Anforderungen mit den Aspekten einer nachhaltigen bäuerlichen Landwirtschaft weiter entwickelt, die auf einem respektvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen und der Bevorzugung von regionalen Kreisläufen beruht, um den dramatischen Auswirkungen eines zunehmend industrialisierten globalen Nahrungsmittelsystems entgegenzuwirken.

Montag, 23 September 2019
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Der Milchpreis sorgt seit Jahren für Diskussionen. Er liegt deutlich unter den Produktionskosten, die auf 1 Franken pro Liter Milch geschätzt werden (AGRIDEA, 2016). Erstmals werden nun in der Schweiz Milchprodukte im Detailhandel angeboten, die die Produzentinnen und Produzenten fair entlöhnen. Ein Meilenstein, der es den Konsumentinnen und Konsumenten ermöglicht, sich für eine faire Milch in der Schweiz einzusetzen.

Das Produktesortiment ist ab heute in allen 31 Manor-Läden erhältlich.

Es besteht einerseits aus einer UHT-Vollmilch Tetra Edge (3,5% Fett), die vom Milchverarbeiter Cremo abgefüllt wird. Und andererseits stellt die Käserei Grand Pré in Moudon fünf verschiedene Weichkäse her: Brie de Moudon, Bourg-Mignon, Cœur de Moudon, St-Etienne und Reblochon.

Der offizielle Start fand heute in den Räumlichkeiten von Cremo in Mont-sur-Lausanne in Anwesenheit von Faireswiss-Genossenschaftsmitgliedern und Erwin Schöpges, dem Präsidenten des European Milk Board (EMB), statt. Schöpges präsentierte die europäische Familie, die sich unter der Führung des EMB für faire Milch einsetzt (z.B. Fairebel, Fairefrance). Faireswiss ist das jüngstes Mitglied der Familie.

Das Projekt Faireswiss

Es ist ein Projekt, das die Milchproduzentinnen und Milchproduzenten fair entlöhnt. Das heisst: 1 Franken pro Liter Milch. Dieser Preis deckt die Produktionskosten und entspricht einem Aufschlag von 30 Prozent gegenüber dem aktuellen Preis. Jedem Genossenschaftsmitglied werden zusätzlich 35 Rappen pro Liter Milch, die an die Molkerei geliefert werden, entschädigt. Die Rechnung sieht wie folgt aus: Für A-Milch wird derzeit durchschnittlich 65 Rappen bezahlt (Richtpreis für A-Milch: 71 Rappen ohne Abzüge der Verarbeiter). Die 35 Rappen ergänzen so den Preis, damit die Produktionskosten von 1 Franken pro Liter gedeckt werden können.

Aktuell zählt die Genossenschaft 14 Produzentinnen und Produzenten aus den Kantonen Waadt, Freiburg, Berner Jura, Jura, Neuenburg und Baselland. Sie engagieren sich mit Anteilsscheinen entsprechend der eingespeisten Milchmenge. Das Projekt richtet sich an alle Schweizer Milchproduzentinnen und Milchproduzenten. Mittelfristig wird sich die Genossenschaft dafür einsetzen, dass sich weitere Produzentinnen und Produzenten aus allen Landesteilen dem Projekt anschliessen.

Faireswiss-Produzentinnen und -Produzenten erfüllen mindestens zwei von drei Bundesprogrammen (GMF, RAUS oder BTS*) und erbringen den ökologischen Leistungsnachwies (ÖLN).

Die Produkte werden den Konsumentinnen und Konsumenten am 27. und 28. September in den Manor-Läden in Genf, Chavannes de Bogy, Lausanne, Vevey und Marin (Neuenburg) von Genossenschaftsmitgliedern vorgestellt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.die-faire-milch.ch und www.europeanmilkboard.org

Pressekontakte:

Anne Chenevard, Präsidentin der Genossenschaft Die Faire Milch – 079 924 51 84 (FR)

Patrick Demont, Vize-Präsident der Genossenschaft Die Faire Milch – 079 637 52 27 (FR)

Roland Gafner, Mitglied der Genossenschaft Die Faire Milch – 077 416 41 16 (DE)


*GMF: Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion

RAUS: Regelmässiger AUSlauf im Freien

BTS: Besonders tierfreundliches Stallhaltungssystem

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Dienstag, 17 September 2019

Der in diesem Jahr eingeführte sogenannte "grüne Teppich" soll einen Milchpreisanstieg von 3 Rp/l garantieren. Der Richtpreis wurde auf 71 Rp. angehoben ! Wie ist die Situation? Wir fordern, dass dieser Preis ab sofort franko Stall für das Segment A gilt ! Keine Milchpreissenkungen bei Emmi !

Weiter fordern wir, dass die Lieferungen in den Segmenten B und C freiwillig sind und keinen Einfluss auf das Volumen von Segment A haben!

Milchkaufverträge sollen klare Mengenangaben in Kg für einen mindest Zeitraum von 3 Monaten beinhalten!

Die Verarbeitungsindustrie soll sich gemeinsam mit den Produzenten für klare Marktregeln wie sie die Motion Noser fordert und den Produktionsstandort Schweiz einsetzen!

Wir fordern den Bund auf dafür zu sorgen, dass die Verarbeitungsprämien, wie gesetzlich vorgeschrieben, an die Produzenten gezahlt werden!

In Zeiten des Kampfes gegen den Klimawandel, in denen alle gerne über nachhaltige Entwicklung sprechen, bekräftigen wir die Tatsache, dass es keinen "grünen Teppich", keine nachhaltige Produktion ohne eine Vergütung geben wird, die die Arbeit der Bauern fair bezahlt!

Emmi hat in den letzten fünf Jahren einen Gewinn von 700 Millionen erzielt, und der Leiter von Emmi kassierte im Jahr 2017 CHF 1'421'000. Coop und Migros ihrerseits erzielten im Jahr 2018 einen Gewinn von 473 Millionen bzw. 475 Millionen. Diese Zahlen zeigen, dass die Rede für einige Menschen nicht von einem grünen, sondern von einem roten Teppich ist. Dies zu einem Zeitpunkt, zu dem die Produzenten, die an Emmi liefern, um die 50 Rp/l erhalten. Es ist an der Zeit, eine faire Verteilung des Mehrwertschöpfung zu fordern. Die Nahrungsmittelproduktion ist keine verlustbringende Tätigkeit, ist sie unerlässlich und erzeugt Reichtum! Das einzige Problem ist, dass dieser Reichtum die Bauern nicht erreicht.

Gestern haben in Belgien, zehn Jahre nach dem französischen Milchstreik und dem Bauernaufstand,Tausende von Bauern für die Zukunft der Milchwirtschaft und die Agrarwende demonstriert ! Wir demonstrieren heute vor der Emmi solidarisch mit unseren Kollegen und fordern die Politik auf endlich im öffentlichen Interesse die Machtverhältnisse auf dem Milch- und Nahrungsmittelmarkt zugunsten von BäuerInnen und KonsumentInnen zu verbessern! Eine lebendige, bäuerliche, nachhaltige, lokale Landwirtschaft, Transparenz auf den Märkten und kurze Kreisläufe, entsprechen den heutigen Herausforderungen und dem öffentlichen Interesse! Es ist Zeit zu handeln!

Montag, 16 September 2019

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen
wir laden Sie zu einer Demonstration für einen fairen und transparenten Milchmarkt vor der EMMI, Seetalstrasse 200 in Emmen, ein. Dienstag, 17. September 2019 von 11.00 - 12.00 Uhr
Mobilisiert Euch! Leiten Sie diese Ankündigung an Ihre Kollegen, Kolleginnen, Milchproduzenten und Milchproduzentinnen, weiter!

Der in diesem Jahr eingeführte sogenannte "grüne Teppich" soll einen Milchpreisanstieg von 3 Rp/l garantieren. Der Richtpreis wurde auf 71 Rp angehoben ! Wie ist die Situation? Wir fordern, dass dieser Preis ab sofort franko Stall für das Segment A gilt !
  • Wir fordern, dass die Lieferungen in den Segmenten B und C freiwillig sind und keinen Einfluss auf das Volumen von Segment A haben !
  • Wir fordern, dass die Verarbeitungsprämien an die Produzenten wie gesetzlich vorgeschrieben gezahlt werden!
  • In Zeiten des Kampfes gegen den Klimawandel, in denen alle gerne über nachhaltige Entwicklung sprechen, bekräftigen wir die Tatsache, dass es keinen "grünen Teppich", keine nachhaltige Produktion ohne eine Vergütung geben wird, die die Arbeit der Bauern fair bezahlt!

Emmi hat in den letzten fünf Jahren einen Gewinn von 700 Millionen erzielt, und der Leiter von Emmi kassierte im Jahr 2017 CHF 1'421'000. Coop und Migros ihrerseits erzielten im Jahr 2018 einen Gewinn von 473 Millionen bzw. 475 Millionen. Diese Zahlen zeigen, dass die Rede für einige Menschen nicht von einem grünen, sondern von einem roten Teppich ist. Dies zu einem Zeitpunkt, zu dem die Produzenten, die an Emmi liefern, um die 50 Rp/l erhalten. Es ist an der Zeit, eine faire Verteilung des Mehrwertschöpfung zu fordern. Die Nahrungsmittelproduktion ist keine verlustbringende Tätigkeit, ist sie unerlässlich und erzeugt Reichtum! Das einzige Problem ist, dass dieser Reichtum die Bauern nicht erreicht.

Seit mehr als einem Jahrzehnt deckt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) die organisierte Veruntreuung von Steuergeldern ab. Tatsache ist, dass Verarbeiter und Käsereien den Käseverarbeitungszuschlag (15 Cent/kg Milch) nicht immer an die Milcherzeuger weitergegeben und für sich behalten haben. Das BLW war sich dessen bewusst, wie die Analyse der Schweizer Agrarforschung (2014*) bestätigt. Demnach wurden nur 60% der Käseprämien tatsächlich an die Milcherzeuger weitergegeben. Im Jahr 2018 sammelte Emmi, der grösste Milchverarbeiter, allein 50,3 Mio. CHF an Käseprämien.