Dienstag, 26 Mai 2015
Dienstag, 22 Dezember 2015
Machen Sie mit!!! Leztze Tage und letzte Unterschriften. Bald können wir endlich die Agrarpolitik in Frage stellen
Dank Euch haben wir Ende Januar 100'000 Unterschriften gesammelt!  Davon sind 60'000 bereits beglaubigt, 9'000 falsch und 31.000 am beglaubigen. Der grosse Rest ist zur Beglaubigung zu den Gemeinden unterwegs. Wir sind auf der Zielgeraden! Noch ein kleiner Effort von uns allen und wir schaffen die 120'000 Unterschriften. Damit öffnen wir den Weg zu einer grundsätzlichen Debatte über Nahrungsmittel und die Landwirtschaft. Es fehlen also etwa 13'000 in der deutschschweiz und 7'000 in der Romandie. Endspurt!
Dienstag, 22 Dezember 2015
Uniterre lebt dank ihrer Mitglieder. Nicht nur finanzielle gesehen, sondern sicher auch auf Grund der sich ergebenden Dynamik, der Ideen aus der bäuerlichen Basis. Als Gewerkschaft reagieren wir auf eure Erwartungen unseren Berufsstand zu verteidigen. Jeder unter uns, liebe Mitglieder und SympathisantIn hat Kollegen und Kolleginnen oder Nachbarn, welche sich für einen Beitritt bei Uniterre interessieren könnte.
Montag, 21 Dezember 2015
Ein gutes Neues Jahr wünscht euch Uniterre!
Dieses Jahr war sicher geprägt von dem grossen Unterfangen „Initiative für Ernährungssouveränität“. Uniterre konnte damit viel an Bekanntheit gewinnen und die Inhalte werden Bestand haben. Ende März wissen wir, ob wir es geschafft haben.
Für das nächste Jahr wünschen wir euch und uns viele gute Begegnungen und viele inspirierende Diskussionen. Die Agrarpolitik wird nur durch unsere Hartnäckigkeit an Substanz gewinnen und deshalb braucht es einen langen Atem.
Wir wünschen euch erholsame Tage und viel Kraft und Energie für alle Herausforderungen, die auf uns alle zukommen.
Montag, 21 Dezember 2015
Das internationale Jahr des Bodens geht zu Ende. Was kommt danach?
 Das Jahr 2015 wurde zum internationalen Jahr des Bodens erklärt. 12 Monate Zeit, um die Regierungen und die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass diese natürliche Ressource geschützt werden muss. Wir kommen nicht umhin festzustellen, dass dieses Jahr nicht den gleichen Widerhall hatte wie das Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe (2014). Wir hinterfragen deshalb die Wirksamkeit solcher «Jahre». Haben die Regierungen verbindliche Entscheidungen zur Erhaltung des Bodens getroffen, zum Schutz dieser nicht erneuerbaren Ressource?
Montag, 21 Dezember 2015
Brasilien hat weltweite Vormachtstellung im Agrobusiness und ist wichtigster Exporteur mehrerer Agrargüter. Dies verdankt es seinem modernen, hochproduktiven Agrarsektor. Brasilien ist aber auch das Land, wo 84% der landwirtschaftlichen Betriebe von Familien geführt sind, diesen nur 24% des fruchtbaren Landes zur Verfügung steht und sie dennoch mit nur geringster technologischer Unterstützung rund 70% aller brasilianischen Lebensmittel produzieren. Jovelina Alves Azevedo Machado ist Kleinbäuerin im Dorf Grota do Porto der Gemeinde Veredinha im Jequitinhonha-Tal und gibt uns Einblick in eine wenig bekannte Realität der brasilianischen Landwirtschaft.
Donnerstag, 17 Dezember 2015
Seit einigen Tagen bekommt EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker ganz besondere Post. Aus Protest gegen die destruktive Milchpolitik der EU-Kommission senden Milchbäuerinnen und Milchbauern aus ganz Europa Frischmilch ins Büro des EU-Politikers.
Dienstag, 15 Dezember 2015
Über den Preis zum Erfolg
Auf den Ruf des Schweizerischen Bauernverbands (SBV)hin sind die Bauern und Bäuerinnen wieder in den Strassen der Hauptstadt. Die Hauptforderung des SBV ist, dass der Bundesrat seine Versprechen einhält. Mit anderen Worten, dass der Vertrag für den Rahmenkredit zwischen dem Bund und den Bäuerinnen und Bauern weder in den Jahren 2016 und 2017 amputiert, noch in der nächsten Periode 2018 / 2021 reduziert wird.
Montag, 14 Dezember 2015
Von Bauer zu Bauer
Von Bauer zu Bauer ist ein Projekt, welches durch eine breite Partnerschaft entstanden ist. Ziel ist es, möglichst viele Bauern im Waadtland zu vernetzen, welche sich im weitesten Sinne der Agro-Ökologie verschrieben haben oder sich dafür interessieren.
Freitag, 04 Dezember 2015
Milchviehhalter protestieren trotzdem spontan (Herrsching) Nachdem es schon im Vorfeld rund um den Besuch des EU-Agrarkommissars Phil Hogan bei der Landesversammlung des Bayerischen Bauernverbands in Herrsching am Ammersee viel Theater gegeben hatte, setzte sich dies auch bei der heutigen Spontan-Aktion einiger Milchviehhalter fort.
Dienstag, 01 Dezember 2015
Aktuelle Zahlen für Juli zeigen ein Abrutschen der Kostendeckung in Deutschland (Brüssel, 01.12.2015) 100 Prozent investierte Arbeit und 100 Prozent Milchqualität - aber nur 66 Prozent Kostendeckung.
Montag, 23 November 2015
UNITERRE mobilisiert und fordert alle Mitglieder auf, sich am 27. November den Reihen der Demonstrierenden in Bern anzuschliessen, damit sich der Bundesrat an den Vertrag halten muss, den er mit den Bäuerinnen und Bauern geschlossen hat. Er darf das Agrarbudget nicht senken, weil sich die Landwirtschaft schon heute an eine neue Politik anpassen muss und weil der Preisdruck enorm ist!
Donnerstag, 12 November 2015
Großer Aktionstag gegen die Milchmarktpolitik der EU in den EMB-Mitgliedsländern
Unter dem Motto „Eure Politik vernichtet Milchbauern!" fanden heute zahlreiche Proteste und symbolische Aktionen in den Mitgliedsländern des European Milk Board statt: Traktoren-Demos rollten durch die Straßen, Protestbriefe wurden übergeben, Warnfeuer entzündet und Luftballons stiegen auf.
Donnerstag, 12 November 2015
Die gelben Rapsfelder, die unser Land im Frühling schmücken, sind bedroht, denn unsere Regierung verhandelt zügig ein Freihandelsabkommen mit Malaysia. Dieses südostasiatische Land ist ein wichtiger Palmölproduzent, der Jahr für Jahr mehr Palmöl in die Schweiz exportiert.
(Bild: Rettet den Regenwald e.V)
Donnerstag, 12 November 2015
Uniterre hat sich stark für einen Sonderheft in der WOZ engagiert! 40 Seiten "Ernährungssouveränität; globale Bewegung für lokale Initiativen" sind zustande gekommen.
Diesen Heft wurde am 22. Oktober 2015 publiziert. Er wurde von Leute von Uniterre und der Volksinitiative für Ernährungssouveränität koordiniert. Mehrere Personen haben spannende Beiträge publiziert! Von Mathias Biswanger, Marie-Monique Robin, Jean Ziegler, Evelyne Dudda zu Paul Scherer... Danke an alle
Sie können den Heft bei Uniterre bestellen
oder direkt auf internet lesen!
 
 
Freitag, 30 Oktober 2015
Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten 
Mut und Vertrauen in unsere Forderungen
In diesen schwierigen Zeiten kommt es nicht selten vor, dass wir auf Kollegen treffen, die an gewissen von Uniterre erhobenen Forderungen zweifeln. Sie fragen sich, ob Uniterre nicht ein bisschen zu weit geht oder ob man nicht etwas pragmatischer sein sollte... alles Fragen, die durchaus im aktuellen Kontext ihre Logik und ihre Berechtigung haben. Aber seien wir sicher, es gibt viele gute Gründe gradlinig zu bleiben. Wie heisst es im Sprichwort? Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Trotzdem wurden nach einigen Jahren viele von unseren Positionen teilweise oder ganz von anderen Organisationen oder offiziellen Instanzen übernommen. 
Freitag, 16 Oktober 2015
Bauernmarsch vom 22. Oktober 2015 in Bern, organisiert von SAM
 
Uniterre lädt ihre Mitglieder ein, sich am Bauernmarsch „Stopp dem Diebstahl von landwirtschaftlichen Produkten“  vom 22. Oktober in Bern, der von SAM organisiert wird, zu treffen. Uniterre teilt mehrere Forderungen von SAM-Swiss Agri Militant und ist ferner der Auffassung, dass die Initiative für Ernährungssouveränität zur Lösung vieler der genannten Probleme beitragen kann. Deshalb werden Mitglieder von Uniterre auch vor Ort Unterschriften sammeln.
Donnerstag, 15 Oktober 2015
Pressemitteilung: Europäische Milcherzeuger aus mehr als 10 Ländern fordern freiwilligen Lieferverzicht
(Montichiari, 14.10.2015) Es wird einfach nicht ruhig in Europa. Seit Monaten gehen die Milcherzeuger mit starken Aktionen in vielen EU-Staaten für das gleiche Ziel auf die Straße.
Dienstag, 13 Oktober 2015
Am 16. Oktober feiert die internationale Bauernbewegung “La Via Campesina” den internationalen Tag für  Ernährungssouveränität[1] und gegen multinationale Konzerne. Die Initiative “Für Ernährungssouveränität. Landwirtschaft betrifft uns alle”[2] ruft die Schweizer Bevölkerung und insbesondere alle AktivistInnen auf, uns am Abstimmungssonntag, 18. Oktober, bei der Unterschriftensammlung zu unterstützen.
Montag, 12 Oktober 2015
BDM (Bundesverband Deutscher Milchviehhalter) hat eine Demo am 10. Oktober in Köln zur Eröffnung der Nahrungsmittelmesse Anuga organisiert.
Da auf der Messe auch die großen Molkereien vertreten waren, wollten die mehrere hunderten Milchbauern in diesem Zusammenhang auf ihre Situation aufmerksam machen. 
Montag, 12 Oktober 2015
Am 10. Oktober hat in Berlin eine Grossdemonstration - mehr als 250'000 Personen- gegen das TTIP und CETA stattgefunden. Dazu aufgerufen hat die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative «Stop TTIP», ein Bündnis mit 500 Organisationen aus allen EU-Mitgliedsstaaten, der von mittlerweile knapp drei Millionen Unterstützenden getragen wird. Wir von der Initiative für Ernährungssouveränität haben uns diesem Aufruf aufgeschlossen und haben den 10. Oktober zum schweizweiten Aktionstag ausgewählt.
Montag, 05 Oktober 2015
Pressemeldung - La Via Campesina. Genf, 5. Oktober 2015
Am Nachmittag des 1. Oktober 2015 fasste der UN-Menschenrechtsrat mehrheitlich eine Resolution, in der entschieden wurde, dass die ergebnisoffene, zwischenstaatliche Arbeitsgruppe mit dem Mandat einen UNO-Deklarationsentwurf zu BäuerInnenrechten und Rechten anderer Menschen, die im ländlichen Raum arbeiten auszuhandeln, auszuarbeiten und einzureichen, den Prozess in den nächsten zwei Jahren fortsetzen soll.
Dienstag, 29 September 2015
Mit Dänemark für ein weiteres Land Produktionskosten inklusive fairerArbeitsentlohnung berechnetFür 2014 betrugen dänische Produktionskosten 43,32 Cent
Brüssel, (29.09.2015) Nach Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden sind nun auch für Dänemark die Produktionskosten im Milchsektor mittels EU-Daten berechnet worden. Die Kostenstudie des Büros für Agrarsoziologie & Landwirtschaft (BAL) zu Dänemark weist für das Jahr 2014 Gesamtkosten von 43,32 Cent pro Kilogramm Milch aus.
Montag, 28 September 2015
Vielseitige Mobilisation
September 2015. Der Preis für Milch und Schweinefleisch am Boden. Der des Getreides ist auch katastrophal. Wir haben immer nach Alternativen gesucht, da die derzeitigen Preise, wenn wir in die sogenannt «traditionellen» Ketten liefern, nicht einmal 50% der Produktionskosten decken. Ein Skandal, zumal Hochdorf, Migros, Cremo, Coop, Fenaco und andere, gleichzeitig stetig wachsende Gewinnzahlen bekannt geben. Dies erklärt sich über das Ausplündern der Bauern und Konsumenten. Aber es ist nicht tolerierbar.
Montag, 28 September 2015
Der Ständerat hat mit 23 zu 18 Stimmen die Initiative von Jacques Bourgeois (FDP und Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes SBV), welche die Lebensmittel beim Cassis de Dijon ausschliessen wollte, begraben. Wir sind empört und konsterniert.
Freitag, 18 September 2015
Vom 17. bis zum 27. September schwärmen unsere Unterschriftensammelnde anlässlich der „Genusswoche“ in die ganze Schweiz aus. Mit diesem ausserordentlichen Engagement wollen wir den Freunden des guten Geschmacks eine Chance geben, auch in Zukunft höchste Qualität und unvergessliche Genussfreuden bedenkenlos zu geniessen.
Donnerstag, 14 November 2019
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Als Folge der Krise in der Weinproduktion und der Landwirtschaft, haben mehrere Bäuerinnen und Bauern von Uniterre die Idee eines Manifests lanciert.

Das Ziel: Ein Appell an die Politikerinnen und Politiker, um sie auf die entscheidende Bedeutung einer einheimischen, vielfältigen und familiären Landwirtschaft, die Mensch, Land und Tiere respektiert, aufmerksam zu machen.

Wie: Möglichst viele Unterschriften von Schweizer Bauern und Bäuerinnen sammeln.

Vielleicht haben wir nicht alle die gleiche Vision von der Zukunft der Landwirtschaft. Wichtig ist nicht, Recht zu haben, sondern das, was von der bäuerlichen Landwirtschaft in der Schweiz noch übrig ist, zu verbünden.

Angesichts der prekären Situation müssen wir uns heute nicht mit Differenzen aufhalten, sondern die gemeinsamen Werte, die das Manifest enthält, erkennen und uns dahinter vereinen.

Damit wir alle, Landwirtinnen und Landwirte, die Ermächtigung über unsere Zukunft zurückgewinnen.

Jetzt das Manifest unter diesem Link unterschrieben!

Besten Dank!


Manifest der Schweizer Bäuerinnen und Bauern für einen gerechten und fairen Markt

Wir, Bäuerinnen und Bauern in der Schweiz, haben uns zu dieser Kampagne vereint.

Wir, Bäuerinnen und Bauern, Winzerinnen und Winzer, Gemüseproduzentinnen und Gemüseproduzenten, Züchterinnen und Züchter, Milchproduzentinnen und Milchproduzenten, Obstfachfrauen und Obstfachmänner, Gärtnerinnen und Gärtner, wir alle, die das Land bearbeiten, wünschen uns mehr Respekt und mehr Wertschätzung gegenüber uns und unserem Berufsstand. Heute fordern wir faire Preise für unsere Produkte, einen transparenten Markt und einen fairen Wettbewerb.

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger engagieren sich heutzutage für das Klima und eine nachhaltige Entwicklung, ein Thema, das viele Politikerinnen und Politiker ebenfalls in ihre Agenda aufgenommen haben.
Der Bundesrat bemüht sich jedoch mit Unterstützung einiger Politikerinnen und Politiker intensiv um die Aushandlung von Freihandelsabkommen. Im völligen Widerspruch zu seinem scheinbaren Engagement arbeitet er in Tat und Wahrheit allen Strategien zugunsten von Klima, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Ernährungssouveränität, entgegen.

Mit diesem Manifest verurteilen wir den freien Markt, der auf der ganzen Welt die bäuerliche Landwirtschaft und das Klima zerstört und damit die Gesellschaft als Ganzes destabilisiert.

Der Bundesrat erleichtert die Einfuhr, während der Markt die lokale Nahrungsmittelproduktion nicht mehr aufnehmen kann. Wir können nicht die Schweizer Lohn- und Nachhaltigkeitsstandards erfüllen und gleichzeitig mit ausländischen Importen konkurrieren. Der globalisierte Markt übt den gleichen Druck auch auf den Bio-Markt aus. Die Schweizer Landwirtschaft ist geschwächt und droht zu kollabieren.

Die Importe von industriell hergestelltem Brot und anderem Tiefkühlprodukten auf Getreidebasis von Lebensmittelkonzernen aus osteuropäischen Ländern (insbesondere Polen) haben sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt; sie betragen 120.000 Tonnen pro Jahr, während Getreide und Ölsaaten, die nach IP-Schweiz, Extenso und Bio-Normen angebaut werden, aufgrund der Marktsättigung herabgestuft werden.

Die Milchproduktion befindet sich in der Krise, in einem Markt, der vom Profitstreben der Verarbeiter und Supermärkte beherrscht wird, zum Nachteil der Milchbäuerinnen – und Bauern, die ihre Kosten nicht mehr decken können und die Milchproduktion einstellen.

Der 2018 in der Schweiz produzierte Wein ist noch in den Fässern und was findet man in den Supermärkten oder im Vertriebsnetz der Landi von Fenaco? Ausländische Weine, mit denen sie mehr Gewinn machen können. Fast 40% der importierten Weine werden zu einem Preis von weniger als CHF 1.50 pro Liter importiert. Schweizer Weine verlieren Marktanteile und machen nur 35% des Umsatzes aus. In den letzten 20 Jahren waren die einzigen Lösungsvorschläge der interprofessionellen Organisationen die Absatzförderung und der Export.

Tomaten aus Almeria überschwemmen seit Jahren die Supermärkte, wie von Geisterhand werden sie nun Bio, der Markt verlangt es!Die Unternehmen, die die Gewächshäuser bewirtschaften, werden regelmäßig wegen Nichteinhaltung der Menschenrechte, wegen Verletzung der Arbeitsrechte und wegen Verschmutzung und Übernutzung von unterirdischen Grundwasservorkommen und Quellen angeprangert.

Währenddessen unterzeichnet unsere Regierung weiterhin Freihandelsabkommen, die die Einfuhr von Agrarerzeugnissen erleichtern werden. Wo bleiben die Bedenken und Sorgen unserer Politikerinnen und Politiker für das Klima?

Die industrielle Fleischproduktion setzt viermal mehr CO2 frei als Schweizer Fleisch von Rindern, die mit Gras gefüttert werden. Die industrielle Tierhaltung ist unter anderem für die Brände im Amazonas verantwortlich, durch die Verwendung von Mais- und Sojafuttermittel aus diesen Gebieten.

Ein Freihandelsabkommen für Palmöl wurde mit Indonesien unterzeichnet, ein weiteres wird gegenwärtig mit Malaysia ausgehandelt. Die Palmölproduktion ist für die Waldrodung verantwortlich, sie vernichtet die Ressourcen der lokalen Bevölkerung und konkurrenziert die Produktion von Schweizer Pflanzenölen!

Ein neues Abkommen mit Mercosur (Südamerika) wird den Import von industriell produziertem Fleisch, Wein, Obst und Blumen aus Südamerika über Entfernungen von 12.000 km noch einfacher machen! Ein ähnliches Projekt wird derzeit mit den Vereinigten Staaten diskutiert...

Die Liberalisierung des Schnittblumenmarktes im Jahr 2017 hat den Import von Blumen aus dem Ausland, insbesondere aus Kenia und Kolumbien, gefördert. Heute machen Schweizer Blumen nur noch 3% der in Supermärkten verkauften Blumen aus.

Der Wille der Schweizer Bevölkerung, die familiäre Landwirtschaft in einem fairen, sozialen und ökologischen Markt zu fördern, wird nicht respektiert. Wir wollen nicht mehr durch die Versprechen des Bundes gespalten werden. Wir fordern faire Marktregeln.

Mit meiner Unterschrift anerkenne ich die in diesem Manifest zum Ausdruck gebrachten Werte und setze mich für ihre Förderung ein. Damit wird den Gefahren, die heute die Bäuerinnen und Bauern bedrohen, stärker Rechnung getragen.Ich hoffe, dass ich bei meiner Arbeit im Dienste der Gemeinschaft dieses Landes wieder Respekt und Anerkennung erfahren kann.

Jetzt das Manifest unter diesem Link unterschrieben!

Mittwoch, 02 Oktober 2019
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Que de mensonges

Qui aurait cru, il y a dix ans, que la Suisse, notre « château d’eau » serait mis à l’épreuve face aux changements climatiques, en particulier l’agriculture ? Les vagues de chaleur et les conditions climatiques changeantes exercent une forte pression sur nos paysan.ne.s. Raison de plus pour qu’Uniterre s’engage en faveur d’une agriculture durable et respectueuse du climat. C’est pourquoi nous soutenons l’alliance pour une agriculture d’avenir qui fait le pont avec le mouvement pour le climat.

Le 1er juillet 2019, les pingres de la Migros ont coupé l’herbe sous les pieds des productrices et producteurs de lait en imposant une baisse de 2,5 centimes sur le prix de base. Emmi a également suivi avec une réduction de 0,4 centime. Le 16 juillet 2019, nous avons manifesté avec d’autres organisations paysannes de base contre ces baisses devant Shoppyland Schönbühl. Werner Locher, membre d’Uniterre et porte-parole de BIG-M, écrit dans une lettre à l’adresse de la Migros : « Vous voulez montrer à vos consommateurs que vous défendez leur patrie et distribuez gratuitement des casquettes portant l’inscription « Heimatliebe » (amour de la patrie). Mais quel est l’intérêt ? Ce n’est pas de l’amour si Migros ruine précisément ceux qui jouent un rôle majeur dans la culture et le paysage de cette patrie. »

Ça me donne le vertige lorsque Balz Strasser, directeur général de Bio Suisse, dit dans un entretien avec le Bieler Tagblatt, que : « les employé.e.s des exploitations certifiées biologiques ne travaillent pas pour des salaires de misère ». Selon lui, les 2000 entreprises étrangères certifiées seraient soumises aux exigences sociales strictes de Bio Suisse. Toutefois, la réalité est différente – le salaire minimal n’est pas respecté et la représentation syndicale est muselée, comme le dénonce le syndicat de base espagnol SOC-SAT à propos de « Bio Sabor » à Almeria. Néanmoins, « Bio Sabor » ne perd pas le bourgeon. Sur le plan du commerce équitable, l’association Bio Suisse parvient également à faire des contorsions invraisemblables en imposant une réduction des prix du seigle, du blé et de l’épeautre. En dépit d’une demande croissante, la baisse des prix serait sensée sécuriser la demande. Visiblement, la stratégie d’améliorer les marges au détriment des paysan.ne.s gagne également du terrain en agriculture biologique. À l’étalage, les produits biologiques sont mis en concurrence directe avec les produits conventionnels.

Les burgers végétaliens de Beyound Meat et Impossible Foods assurent des retours de rêve à l’industrie de la viande et de l’alimentation. Ils prennent d’assaut les chaînes de supermarchés et restaurants. Les burgers à base de protéines végétales sont commercialisés comme étant propres, respectueux de l’environnement et sains.

Il ne fait aucun doute que l'industrie de la viande est en partie responsable du réchauffement climatique, mais l'élevage durable d'animaux, basé sur les herbages, est judicieux car il permet de produire de l'humus, contribue à la biodiversité et assure les revenus des exploitations en Suisse.

Mathias Stalder

Mittwoch, 02 Oktober 2019
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Vom Schwindel

... und dem Schwindeligwerden. Wer hätte vor 10 Jahren gedacht, dass das Wasserschloss Schweiz angesichts des Klimawandels auf den Prüfstand steht, allen voran die Landwirtschaft. Die Hitzeperioden und Extremwetter setzen unseren Bäuerinnen und Bauern stark zu. Umso mehr muss sich Uniterre für eine nachhaltige und klimaschonende Landwirtschaft einsetzen. Deshalb unterstützen wir auch das Bündnis für eine Landwirtschaft mit Zukunft, die den Brückenschlag zur Klimabewegung herstellt.

Die Rappenspalter von der Migros graben den Milchbäuer*innen mit der durchgesetzten Basis-Preissenkung von 2,5 Rappen vom 1. Juli 2019 das Wasser ab. Emmi zog ebenfalls mit einer Preissenkung von 0,4 Rp. nach. Gemeinsam mit weiteren bäuerlichen Basisorganisationen demonstrierten wir am 16. Juli 2019 dagegen vor dem Shoppyland Schönbühl. Uniterre-Mitglied und BIG-M-Sprecher Werner Locher schreibt in einem Brief an die Migros: „Sie wollen Ihren Konsumenten zeigen, dass Sie für die Heimat einstehen und verteilen an Schwingfesten Gratismützen mit der Aufschrift ‘Heimatliebe’. Aber was soll das? Das ist doch keine Heimatliebe, wenn die Migros genau diejenigen ruiniert, die zu einem wesentlichen Teil die Kultur und die Landschaft dieser Heimat mitgestalten.“

Schwindelig wird mir bei der Aussage von Bio Suisse-Geschäftsführer Balz Strasser in einem Interview vom Bieler Tagblatt: „Mitarbeitende von bio-zertifizierten Betrieben arbeiten nicht für Hungerlöhne.“ Die 2000 ausländischen bio-zertifizierten Betriebe unterstünden den strengen sozialen Anforderungen von Bio Suisse. Realität ist eine andere – der Mindestlohn wird nicht eingehalten, auch die gewerkschaftliche Vertretung wird verhindert, wie die spanische Basisgewerkschaft SOC-SAT gerade bei «Bio Sabor» in Almeria konstatiert. Trotzdem wird «Bio Sabor» die Knospe nicht entzogen. Auch in Sachen fairer Handel leistet sich der Knospenverband eine Verrenkung sondergleichen, in dem sie eine Preissenkung bei Roggen, Weizen und Dinkel durchsetzt. Trotz wachsender Nachfrage sollen tiefere Preise die Nachfrage sichern, so das Argument. Die Strategie der Margenverbesserung auf Kosten der Bäuerinnen und Bauern setzt sich auch bei Bio durch. Bio soll im Verkaufsregal in direkter Konkurrenz mit konventionellen Produkten stehen.

Die veganen Burger von Beyound Meat und Impossible Foods sichern Traumrenditen für die Fleisch- und Lebensmittelindustrie und erobern Supermarktketten und Restaurants im Sturm. Die Burger aus pflanzlichen Proteinen vermarktet sich als sauber, umweltfreundlich und gesund. Unbestritten ist die Fleischindustrie mit ihrem hohen Ressourcenverbrauch mitverantwortilch an der Klimaerwärmung, hingegen ist eine standortangepasste nachhaltige und auf graslandbasierte Tierhaltung sinnvoll, denn sie baut Humus auf, trägt zur Biodiversität bei und sichert die Einkommen der Bauernhöfe in der Schweiz.

Mathias Stalder

Mittwoch, 02 Oktober 2019
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Wem dient's ?


Die Zeit soll Fortschritt bringen. Gesellschaftlich gesehen ist Fortschritt eine Evolution der Zivilisation hin zu einem Ideal. Ist es das, was wir gerade erleben?

In den letzten Jahren hat der Fortschritt für die Bauernfamilien einen bitteren Beigeschmack bekommen. Die angebliche Notwendigkeit, die Grösse der Betriebe und der Herden zu erhöhen, hat viele LandwirtInnen dazu gebracht, ihre Tätigkeit zugunsten ihrer Nachbarn aufzugeben. Damit wurde für die Verbleibenden die Arbeitsbelastung weiter erhöht. Und für diejenigen, die gehofft hatten, gelassen in den Ruhestand gehen zu können, sorgen Diskussionen um neue Steuerbestimmungen für grosse Verunsicherung. Die Situation für die Milchbäuerinnen und Milchbauern verschärft sich zusehends. Die grossen Handelskonzerne inszenieren Krisen und unsere Vertreter sind zu Komplizen geworden, indem sie behaupten, dass sich der Markt von selbst regulieren muss.

Währenddessen werden wir alle durch Nachrichten über Klima, Biodiversität und den Zustand unserer Gewässer vorzeitig alt und grau. Fast alle sind sich einig, dass wir handeln müssen, aber wer ist wirklich bereit, den ersten Schritt zu tun? In der Lebensmittelproduktion entstehen allmählich Lösungen, und einige Ideen warten nur darauf, umgesetzt zu werden. In dieser Hinsicht scheint die sakrosankte Digitalisierung der Landwirtschaft bereit zu sein, uns auf Plattformen die Antworten auf die Herausforderungen von morgen zu bieten. Dies gilt zum Teil, z.B. wenn damit die Tür zu mehr Präzision bei mechanischen oder chemischen Eingriffen geöffnet wird. Viel weniger gilt dies aber, wenn wir uns die Datenmengen vorstellen, die aus der Landwirtschaft an die Ernährungsindustrie, an die Agrochemie und die Branchenriesen übermittelt werden.

An die gleichen Konzernkonglomerate, welche bereits sehr viel Macht haben und auch zu grossen Teilen für die Verschmutzung auf globaler Ebene verantwortlich sind... Das ist nicht nur unklug sondern kann auch gefährlich sein.

Viele Fortschrittsgedanken sind nicht global gedacht. Die zahlreichen Verknüpfungen in einem komplexen System werden nicht berücksichtigt. Das Beispiel, der von der Migros im Wallis geplanten Megagewächshäuser für Paprika, ist vielsagend: Ist dies die ideale Lösung? Schnell wird applaudiert, wenn die lokale Produktion ausgebaut wird. Hier aber wird die Arbeit von GemüseproduzentInnen direkt in die „Hände“ der Industrie gelegt. Und wie können wir das Ungleichgewicht austarieren, das das Vorgehen von Migros in den Ländern verursachen wird, in denen Paprika ursprünglich angebaut wird und und an deren Klima sie perfekt angepasst ist?

Die Deklaration der UN für die Rechte der Bäuer
innen und Bauern und anderer im ländlichen Raum tätiger Personen und die Ernährungs-
souveränität sind von grosser Bedeutung und sind Garant für eine gesunde Ernährung, welche unsere Ressourcen, unsere Tiere und unsere Bauernfamilien erhält. Mit Begeisterung werden wir weiter auf dieses Ziel hinarbeiten.

Vanessa Renfer
Bäuerin und Vorstandsmitglied Uniterre (Sektion Neuenburg)

Mittwoch, 02 Oktober 2019
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Am 19. Juni 2019 wurde in Saxon, Wallis, eine Statue zum Gedenken an den Bauernaufstand von 1953 eingeweiht. Uniterre dankt dem lokalen Komitee für diese Initiative. Ein Rückblick: Tatsächlich, am 7. August des Jahres 1953 explodiert die Wut der Walliser Obstproduzent*innen: Die 6 Millionen Kilo der Schweizer Aprikosenproduktion kommen auf einem Markt, der bereits vollständig von den ausländischen Importen gesättigt ist (knapp 10 Millionen Kilo sind bereits in die Schweiz eingeführt). Eine Verordnung des Bundesrates blockiert die Ernte. Zuvor hatte der gleiche Bundesrat am 25. Juni die Fortsetzung der Einfuhren genehmigt, während das Agrargesetz von 1952 bereits eine Beschränkung der Einfuhr bei ausreichender einheimischer Produktion vorsah.

Um dieser Politik gegen die bäuerliche Landwirtschaft in der Schweiz entgegenzutreten, wurden nach dem Krieg mehrere Bauernverbände gegründet. Als Vorbild diente der 1949 in Saxon gegründete Verband der Walliser Produzenten (UPV). 1951 führte der Zusammenschluss der Bauernkomitees zur Gründung der l'Union des producteurs suisse (UPS - später Uniterre).

Am 7. August 1953 wurde eine Sitzung von einem Aktionskomitee einberufen, das sich aus Bauernverbänden sowie Vertretern der Politik und der Zivilbevölkerung zusammensetzte. "Die Regierung lässt zu, dass täglich tonnenweise Früchte aus Italien über den Simplon zu uns kommen. Während hingegen unsere Aprikosen an Ort und Stelle verrotten müssen. Das werden wir nicht länger geschehen lassen. Bürger*innen die Lage ist ernst. Doch wir werden gewinnen - diesmal mittels einer Demonstration unserer Kraft", legt Ferdinand Carron, Sprecher der Bauern und einer der Führer der UPS, der Versammlung dar. Es ist der Moment, in dem fast 5.000 Menschen, die in wenigen Stunden mobilisiert wurden, Strassen besetzen, Konvois im Bahnhof blockieren und Früchtekisten mit Importware aus den Waggons holen , um diese dann abzubrennen. Fünfzig Bauern werden angeklagt, etwa vierzig für schuldig befunden. Aber die Forderungen werden endlich gehört. Die Regierung unternimmt Schritte, um den Absatz sicherzustellen. Die Ernte kann fortgesetzt werden. Diese direkte Aktion der Bäuerinnen und Bauern, welche von der gesamten Region mitgetragen wurde, ermöglichte es, die Schlacht zu gewinnen.

Das UPS-Uniterre verstand sich damals bereits sowohl als soziale Bewegung als auch als Gewerkschaft. Die Hauptforderungen lauteten wie folgt und sind nach wie vor von entscheidender Bedeutung:

• Die UPS möchte verhindern, dass der Rückgang der Anzahl der Familienbetriebe anhält. Sie fordert, dass die Schweiz wieder zu 70% aus eigener Landwirtschaft versorgt wird. Die Verfassung garantiert eine starke und gesunde Landwirtschaft: Dieses Versprechen muss endlich erfüllt werden. (Bemerkung R.B.:Heute ist der Selbstversorgungsgrad unter 50% gefallen);

• Die UPS befürwortet eine Preispolitik, die sicherstellt, dass Familienbetriebe ein angemessenes Einkommen haben. „Wir fordern die gleichen sozialen Rechte wie Arbeitnehmer in anderen Wirtschaftsbereichen."

• Die Einfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse muss vom Verkauf einheimischer Erzeugnisse abhängig gemacht werden. Die UPS möchte, dass die Kontrolle der Importe von den Bauern übernommen wird. Die UPS fördert die Solidarität mit den Konsumenten.

Heute hat Uniterre diese Anforderungen mit den Aspekten einer nachhaltigen bäuerlichen Landwirtschaft weiter entwickelt, die auf einem respektvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen und der Bevorzugung von regionalen Kreisläufen beruht, um den dramatischen Auswirkungen eines zunehmend industrialisierten globalen Nahrungsmittelsystems entgegenzuwirken.

Montag, 23 September 2019
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Der Milchpreis sorgt seit Jahren für Diskussionen. Er liegt deutlich unter den Produktionskosten, die auf 1 Franken pro Liter Milch geschätzt werden (AGRIDEA, 2016). Erstmals werden nun in der Schweiz Milchprodukte im Detailhandel angeboten, die die Produzentinnen und Produzenten fair entlöhnen. Ein Meilenstein, der es den Konsumentinnen und Konsumenten ermöglicht, sich für eine faire Milch in der Schweiz einzusetzen.

Das Produktesortiment ist ab heute in allen 31 Manor-Läden erhältlich.

Es besteht einerseits aus einer UHT-Vollmilch Tetra Edge (3,5% Fett), die vom Milchverarbeiter Cremo abgefüllt wird. Und andererseits stellt die Käserei Grand Pré in Moudon fünf verschiedene Weichkäse her: Brie de Moudon, Bourg-Mignon, Cœur de Moudon, St-Etienne und Reblochon.

Der offizielle Start fand heute in den Räumlichkeiten von Cremo in Mont-sur-Lausanne in Anwesenheit von Faireswiss-Genossenschaftsmitgliedern und Erwin Schöpges, dem Präsidenten des European Milk Board (EMB), statt. Schöpges präsentierte die europäische Familie, die sich unter der Führung des EMB für faire Milch einsetzt (z.B. Fairebel, Fairefrance). Faireswiss ist das jüngstes Mitglied der Familie.

Das Projekt Faireswiss

Es ist ein Projekt, das die Milchproduzentinnen und Milchproduzenten fair entlöhnt. Das heisst: 1 Franken pro Liter Milch. Dieser Preis deckt die Produktionskosten und entspricht einem Aufschlag von 30 Prozent gegenüber dem aktuellen Preis. Jedem Genossenschaftsmitglied werden zusätzlich 35 Rappen pro Liter Milch, die an die Molkerei geliefert werden, entschädigt. Die Rechnung sieht wie folgt aus: Für A-Milch wird derzeit durchschnittlich 65 Rappen bezahlt (Richtpreis für A-Milch: 71 Rappen ohne Abzüge der Verarbeiter). Die 35 Rappen ergänzen so den Preis, damit die Produktionskosten von 1 Franken pro Liter gedeckt werden können.

Aktuell zählt die Genossenschaft 14 Produzentinnen und Produzenten aus den Kantonen Waadt, Freiburg, Berner Jura, Jura, Neuenburg und Baselland. Sie engagieren sich mit Anteilsscheinen entsprechend der eingespeisten Milchmenge. Das Projekt richtet sich an alle Schweizer Milchproduzentinnen und Milchproduzenten. Mittelfristig wird sich die Genossenschaft dafür einsetzen, dass sich weitere Produzentinnen und Produzenten aus allen Landesteilen dem Projekt anschliessen.

Faireswiss-Produzentinnen und -Produzenten erfüllen mindestens zwei von drei Bundesprogrammen (GMF, RAUS oder BTS*) und erbringen den ökologischen Leistungsnachwies (ÖLN).

Die Produkte werden den Konsumentinnen und Konsumenten am 27. und 28. September in den Manor-Läden in Genf, Chavannes de Bogy, Lausanne, Vevey und Marin (Neuenburg) von Genossenschaftsmitgliedern vorgestellt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.die-faire-milch.ch und www.europeanmilkboard.org

Pressekontakte:

Anne Chenevard, Präsidentin der Genossenschaft Die Faire Milch – 079 924 51 84 (FR)

Patrick Demont, Vize-Präsident der Genossenschaft Die Faire Milch – 079 637 52 27 (FR)

Roland Gafner, Mitglied der Genossenschaft Die Faire Milch – 077 416 41 16 (DE)


*GMF: Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion

RAUS: Regelmässiger AUSlauf im Freien

BTS: Besonders tierfreundliches Stallhaltungssystem

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Dienstag, 17 September 2019

Der in diesem Jahr eingeführte sogenannte "grüne Teppich" soll einen Milchpreisanstieg von 3 Rp/l garantieren. Der Richtpreis wurde auf 71 Rp. angehoben ! Wie ist die Situation? Wir fordern, dass dieser Preis ab sofort franko Stall für das Segment A gilt ! Keine Milchpreissenkungen bei Emmi !

Weiter fordern wir, dass die Lieferungen in den Segmenten B und C freiwillig sind und keinen Einfluss auf das Volumen von Segment A haben!

Milchkaufverträge sollen klare Mengenangaben in Kg für einen mindest Zeitraum von 3 Monaten beinhalten!

Die Verarbeitungsindustrie soll sich gemeinsam mit den Produzenten für klare Marktregeln wie sie die Motion Noser fordert und den Produktionsstandort Schweiz einsetzen!

Wir fordern den Bund auf dafür zu sorgen, dass die Verarbeitungsprämien, wie gesetzlich vorgeschrieben, an die Produzenten gezahlt werden!

In Zeiten des Kampfes gegen den Klimawandel, in denen alle gerne über nachhaltige Entwicklung sprechen, bekräftigen wir die Tatsache, dass es keinen "grünen Teppich", keine nachhaltige Produktion ohne eine Vergütung geben wird, die die Arbeit der Bauern fair bezahlt!

Emmi hat in den letzten fünf Jahren einen Gewinn von 700 Millionen erzielt, und der Leiter von Emmi kassierte im Jahr 2017 CHF 1'421'000. Coop und Migros ihrerseits erzielten im Jahr 2018 einen Gewinn von 473 Millionen bzw. 475 Millionen. Diese Zahlen zeigen, dass die Rede für einige Menschen nicht von einem grünen, sondern von einem roten Teppich ist. Dies zu einem Zeitpunkt, zu dem die Produzenten, die an Emmi liefern, um die 50 Rp/l erhalten. Es ist an der Zeit, eine faire Verteilung des Mehrwertschöpfung zu fordern. Die Nahrungsmittelproduktion ist keine verlustbringende Tätigkeit, ist sie unerlässlich und erzeugt Reichtum! Das einzige Problem ist, dass dieser Reichtum die Bauern nicht erreicht.

Gestern haben in Belgien, zehn Jahre nach dem französischen Milchstreik und dem Bauernaufstand,Tausende von Bauern für die Zukunft der Milchwirtschaft und die Agrarwende demonstriert ! Wir demonstrieren heute vor der Emmi solidarisch mit unseren Kollegen und fordern die Politik auf endlich im öffentlichen Interesse die Machtverhältnisse auf dem Milch- und Nahrungsmittelmarkt zugunsten von BäuerInnen und KonsumentInnen zu verbessern! Eine lebendige, bäuerliche, nachhaltige, lokale Landwirtschaft, Transparenz auf den Märkten und kurze Kreisläufe, entsprechen den heutigen Herausforderungen und dem öffentlichen Interesse! Es ist Zeit zu handeln!

Montag, 16 September 2019

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen
wir laden Sie zu einer Demonstration für einen fairen und transparenten Milchmarkt vor der EMMI, Seetalstrasse 200 in Emmen, ein. Dienstag, 17. September 2019 von 11.00 - 12.00 Uhr
Mobilisiert Euch! Leiten Sie diese Ankündigung an Ihre Kollegen, Kolleginnen, Milchproduzenten und Milchproduzentinnen, weiter!

Der in diesem Jahr eingeführte sogenannte "grüne Teppich" soll einen Milchpreisanstieg von 3 Rp/l garantieren. Der Richtpreis wurde auf 71 Rp angehoben ! Wie ist die Situation? Wir fordern, dass dieser Preis ab sofort franko Stall für das Segment A gilt !
  • Wir fordern, dass die Lieferungen in den Segmenten B und C freiwillig sind und keinen Einfluss auf das Volumen von Segment A haben !
  • Wir fordern, dass die Verarbeitungsprämien an die Produzenten wie gesetzlich vorgeschrieben gezahlt werden!
  • In Zeiten des Kampfes gegen den Klimawandel, in denen alle gerne über nachhaltige Entwicklung sprechen, bekräftigen wir die Tatsache, dass es keinen "grünen Teppich", keine nachhaltige Produktion ohne eine Vergütung geben wird, die die Arbeit der Bauern fair bezahlt!

Emmi hat in den letzten fünf Jahren einen Gewinn von 700 Millionen erzielt, und der Leiter von Emmi kassierte im Jahr 2017 CHF 1'421'000. Coop und Migros ihrerseits erzielten im Jahr 2018 einen Gewinn von 473 Millionen bzw. 475 Millionen. Diese Zahlen zeigen, dass die Rede für einige Menschen nicht von einem grünen, sondern von einem roten Teppich ist. Dies zu einem Zeitpunkt, zu dem die Produzenten, die an Emmi liefern, um die 50 Rp/l erhalten. Es ist an der Zeit, eine faire Verteilung des Mehrwertschöpfung zu fordern. Die Nahrungsmittelproduktion ist keine verlustbringende Tätigkeit, ist sie unerlässlich und erzeugt Reichtum! Das einzige Problem ist, dass dieser Reichtum die Bauern nicht erreicht.

Seit mehr als einem Jahrzehnt deckt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) die organisierte Veruntreuung von Steuergeldern ab. Tatsache ist, dass Verarbeiter und Käsereien den Käseverarbeitungszuschlag (15 Cent/kg Milch) nicht immer an die Milcherzeuger weitergegeben und für sich behalten haben. Das BLW war sich dessen bewusst, wie die Analyse der Schweizer Agrarforschung (2014*) bestätigt. Demnach wurden nur 60% der Käseprämien tatsächlich an die Milcherzeuger weitergegeben. Im Jahr 2018 sammelte Emmi, der grösste Milchverarbeiter, allein 50,3 Mio. CHF an Käseprämien.




Donnerstag, 12 September 2019
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Die vom Bundesrat geplante Abschaffung der Holzdeklarationsplicht stösst auf breiten Widerstand. Heute Morgen wurden dem Bundesrat 12'000 Petitionsunterschriften übergeben. Morgen wird der Ständerat über den Erhalt der Deklarationspflicht entscheiden.

(Bern) Heute Morgen übergaben Nichtregierungs- und Konsumentenschutz-organisationen dem Bundesrat eine Petition mit 12'000 Unterschriften, die den Erhalt der seit 2012 geltenden Holzdeklarationspflicht fordern. «KonsumentInnen wollen auch in Zukunft über Art und Herkunft des Holzes informiert werden », so Johanna Michel, Kampagnenleiterin beim Bruno Manser Fonds. «Die geplante Abschaffung der Holzdeklarationspflicht bedroht eine der zentralen politischen Errungenschaften von Bruno Manser.»

Seit 2012 gilt in der Schweiz die Pflicht zur Deklaration von Holzprodukten nach Herkunftsland und Baumart. Damit erfüllte der Bundesrat eine Forderung von Bruno Manser, die der Schweizer Regenwaldschützer 1993 mit einem 60tägigen Hungerstreik vor dem Bundeshaus bekräftigte.

Der Bundesrat hat sich letztes Jahr in Stellungnahmen zu Motionen der FDP und SVP gegen die Deklarationspflicht ausgesprochen und versuchte sie im Zuge eines Einfuhrverbots von illegalem Holz abzuschaffen. Im Juni sprach sich der Nationalrat aber im Rahmen der Revision des Umweltschutzgesetzes klar für die Holzdeklarationspflicht aus. Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerats (UREK-S) folgte dem Nationalrat letzten Montag einstimmig. Die Koalition appelliert nun auch an den gesamten Ständerat, die Deklarationspflicht für Holz beizubehalten.

Fotos sind ab spätestens 11:00h unterfolgendem Link zu finden : https://www.dropbox.com/sh/v61qzctroo5gdp2/AACjCEuz5Vbh9xoE1Ds_CjTma?dl=0

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Mittwoch, 11 September 2019
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Unterstützt von:

Uniterre, Big-M, BBK (Bernische Bäuerliche Komitees), BZS (Bäuerliches Zentrum Schweiz) und NBKS (Neue Bäuerliche Koordination Schweiz). Gemeinsam haben wir eine Erklärung erarbeitet, in der die Forderungen zur Verteidigung der Schweizer Milchproduktion formuliert sind.

Gemeinsame Erklärung der Bäuerinnen- und Bauernorganisationen zur Verteidigung der Schweizer MilchproduktionGemeinsame Erklärung der Bäuerinnen- und Bauernorganisationen zur Verteidigung der Schweizer Milchproduktion

Appel für die Einrichtung eines Rechtsfonds

Uniterre arbeitet intensiv rund um die brennenden Fragen zu den Verkäsungszulagen. Aber auch für weitere rechtliche Auseinandersetzung möchten wir finanziell gewappnet sein. In den letzten Tagen haben wir etliche Rückmeldungen erhalten, die wir rechtlich prüfen möchten. Deshalb bitten wir Sie um finanzielle Unterstützung. Sie können uns Spenden auf folgendes Konto überweisen, mit dem Vermerk: «Rechtsfonds»: IBAN CH51 8013 9000 0228 4965 5. Herzlichen Dank!

Aufruf zur Demonstration:

Demonstration für einen gerechten Milchpreis und einen transparenten Milchmarkt!

Wir mobilisieren am Dienstag, 17. September, 11.00– 12.00 Uhr vor den Emmi Hauptsitz, Seetalstrasse 200 in Emmen. Mit anschliessendem Mittagessen.