Landwirtschafts- und Ernährungsfragen beschäftigen eine breite Schicht der Bevölkerung. Dies zeigt sich an den Themen der eingereichten Volksinitiativen «Für Ernährungssicherheit» vom Schweizer Bauernverband, «Für gesunde sowie umweltfreundlich und fair hergestellte Lebensmittel - Fair-Food-Initiative» von der Grünen Partei sowie «Für Ernährungssouveränität. Die Landwirtschaft betrifft uns alle.» von Uniterre. Alle drei Initiativen streben eine Ergänzung oder Änderung von Art. 104 der Bundesverfassung an. 
Presseeinladung
Bundesrat Schneider-Amman muss geltende Gesetze einhalten!
Die Organisationen Big-M und Uniterre laden Sie zu einer symbolischen Aktion und einer Pressekonferenz ein Donnerstag 2. März 2017 um 11.00 in Bern, Schwanengasse 2
> Einladung als pdf
Unsere Vision einer bäuerlichen Landwirtschaft
Der Bundesrat hat in seiner Medienmitteilung (16.02.17) die Initiative «Für Ernährungssouveränität - die Landwirtschaft betrifft uns alle» ohne Gegenvorschlag abgelehnt.
Unsere Initiative für eine einheimische, vielfältige, nachhaltige, gentechfreie und einträgliche Landwirtschaft will einen fundamentalen Kurswechsel. Wir treten ein für regionale Wirtschaftskreisläufe und ein Denken in Generationen. Das bedingt eine möglichst ökologische und sozial nachhaltige Agrikultur. Und steht damit in Übereinkunft mit den Forderungen des Weltagrarberichts (2008), den Nachhaltigkeitszielen der UNO sowie der Agenda 2030. 
Claude, Du produzierst Industriemilch, was denkst Du über den Entscheid der BO Milch?
Es ist nicht annehmbar, das wir nur 10 Tage im Voraus wissen, woran wir sind. Der Vertrag muss jährlich ausgehandelt werden, wie von Rechts wegen vorgesehen; mit einer Gesamtmenge, einem einzigen Preis und einem prozentmäßigen Anteil A- und B
Wir haben eine Vision und bleiben dabei.
Unsere Initiative für Ernährungssouveränität wird nur von wenigen PolitikerInnen offen unterstützt. Das war zu erwarten, denn unsere Forderungen können nicht mit ein paar Trostpflastern abgedeckt werden.
Ende November 2016 haben die Räte die Initiative des Bauernverbands (zur Ernährungssicherheit) zerpflückt und einen Gegenentwurf eingebracht. Das Resultat ist ein Trauerspiel.
in ECVC veröffentlicht
 Die Idee für eine Verankerung der Ernährungssouveränität in der Schweizer Verfassung entstand nach dem IV. Internationalen Treffen von La Via Campesina in Maputo. An dieser Konferenz wurden die Mitglieder von La Via Campesina aufgerufen, sich konkret für die Ernährungssouveränität einzusetzen und zu versuchen, in ihren jeweiligen Ländern eine Anpassung der Gesetzgebung zu erreichen, die eine Respektierung der Grundlagen für die Ernährungssouveränität in der Landwirtschafts- und Ernährungspolitik garantiert.
Gegenentwurf: ein Hinterhalt für unsere Initiative
Am 29. November hat der Ständerat den Gegenentwurf zur « Initiative für Ernährungssicherheit » angenommen. Es wäre aber falsch, zu glauben, dieser Entscheid betreffe nur die Initiative des SBV. Die Ratsmitglieder haben immer wieder darauf hingewiesen, dass der Gegenentwurf nicht nur eine Antwort auf die Initiative des SBV ist, sondern vielmehr eine Strategie, mit der auch die « Fair-Food-Initiative » der Grünen und die « Initiative für Ernährungssouveränität » von Uniterre bekämpft werden sollen. Jetzt kommen Gegenentwurf und Initiative des SBV (sofern Letztere nicht zurückgezogen wird) vor den Nationalrat.
Unsere Milch ist kein Agrarrohstoff - sondern ein wertvolles Naturprodukt.
Am letzten Samstag, den 10.Dez., hat Uniterre den nationalen Tag der Rohmilch ausgerufen und an 5 Standorten in der Schweiz Rohmilch ausgeschenkt. Es war eine erfolgreiche Aktion und gab uns die Gelegenheit über die miserablen Zustände in der Milchbranche zu diskutieren. In Lausanne, Fribourg, Bern, Zürich und St.Imier wurde Milch ausgeschenkt und zu einem fairen Preis verkauft.
 
Am 16. Oktober verfolgten zum Anlass des Welternährungstag rund 70 Interessierte in der Heiliggeistkirche in Bern den Film «10 Milliarden - Wie werden wir alle satt?» von Valentin Thurn.
 Der Film zeigt eindrucksvoll Wege auf, die heute in den Laboren und Fabriken der Nahrungsmittelproduktion, der industriellen technologiegestützten Landwirtschaft, aber auch der sanften, manuellen, nachhaltigen, bäuerlichen und urbanen Landbearbeitung möglich sind und gegangen werden.
Sind Sie Bauer oder Bäuerin und unterstützen die Ernährungssouveränitäts-Initiative ? Dann treten Sie noch heute dem bäuerlichen Komitee bei. Sie können sich unter dem folgenden Link eintragen :
www.bäuerliches-komitee.ch
Ihr Name sowie der Ort wird auf der Homepage veröffentlicht werden. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.