Liebe Milchbäuerinnen und Milchbauern, liebe Interessierte, Unsere Milchpulver-Aktion am 23. Januar hat ordentlich „Staub aufgewirbelt“ - die Bilder des eingeschneiten Ratsgebäudes gingen durch die internationale Presse. Hundert Milchbauern aus ganz Europa haben ihre Botschaft symbolkräftig an die europäischen Agrarminister gerichtet: Den Verkauf von Interventions-Milchpulver stoppen & ein Gesetz für ein reguläres Kriseninstrument erarbeiten!
Claude, Du produzierst Industriemilch, was denkst Du über den Entscheid der BO Milch?
Es ist nicht annehmbar, das wir nur 10 Tage im Voraus wissen, woran wir sind. Der Vertrag muss jährlich ausgehandelt werden, wie von Rechts wegen vorgesehen; mit einer Gesamtmenge, einem einzigen Preis und einem prozentmäßigen Anteil A- und B
Im Frühling 2016 wurden wir Zeugen eines grandiosen Milchgipfels, der quasi nichts gebracht hat. Am 16. November hat die BO Milch verkündet, dass per 1. Januar 2017 alle Milchproduzenten bis am 20. Tag des laufenden Monats die Konditionen über Menge und Preis für A- und B-Milch für den nächsten Monat wissen müssen. 
Milchbauern haben in Brüssel eine Tonne Milchpulver versprüht. Die EU plant, einen Teil der Lagerbestände zu verkaufen. Die Bauern befürchten ein erneutes Absinken des Milchpreises in und ausserhalb Europas.
Unsere Milch ist kein Agrarrohstoff - sondern ein wertvolles Naturprodukt.
Am letzten Samstag, den 10.Dez., hat Uniterre den nationalen Tag der Rohmilch ausgerufen und an 5 Standorten in der Schweiz Rohmilch ausgeschenkt. Es war eine erfolgreiche Aktion und gab uns die Gelegenheit über die miserablen Zustände in der Milchbranche zu diskutieren. In Lausanne, Fribourg, Bern, Zürich und St.Imier wurde Milch ausgeschenkt und zu einem fairen Preis verkauft.
 
Die Milcherzeugerbewegung fordert ein reguläres Kriseninstrument für den Milchsektor 
Presseerklärung
In verschiedenen Städten und Regionen werden am 10. Dezember Standaktionen von Bäuerinnen und Bauern durchgeführt, um Rohmilch zu verkaufen oder zu verteilen. Mit dieser symbolischen Aktion möchte Uniterre die Arbeit der bäuerlichen Familien ins Zentrum stellen und allen die Möglichkeit geben, den authentischen Geschmack der Rohmilch kennenzulernen.
Am 10. Dezember 2016 werden wir Bäuerinnen und Bauern
Rohmilch sowie andere Produkte an Marktständen verkaufen.  Ziel ist es, unsere Hofprodukte vorzustellen und die Direktvermarktung zu fördern. 
Mit dem Zusammenschluss von Bauern und Städtern produziert Basimilch wunderbare Bio-Milchprodukte unter besten Bedingungen für alle. Eine Landwirtschaft, die echt fair und nachhaltig ist! Nach der erfolgreichen Testphase brauchen wir dich, um das Projekt zum Blühen zu bringen! Denn wenn wir auf 2017 die Zahl der Käse-Abonnenten nicht verdoppeln können, droht dem Pionier-Projekt der Absturz.
VIDEO:
http://www.100-days.net/de/projekt/kaese-fuer-eine-schoene-welt/project
Uniterre hat es immer wieder gesagt, besonders seit 2009: Das Problem der Mengenführung bei der Industriemilch wird auch auf die Käsereimilch überschwappen. Aus diesem Grund haben wir unerlässlich an die bäuerliche Solidarität appelliert und eine dringende Regulierung der Milchproduktion gefordert, inklusive der hochwertigen AOP-Milch, die seit Jahren als Vorzeigebeispiel gilt.