Entweder wir lösen die Probleme oder wir zahlen für die Probleme
Big-M hat eine Offensive gestartet und mit drei Veranstaltungen in verschiedenen Deutschschweizer Regionen die Milchbauern und Milchbäuerinnen aufgefordert, an Lösungen mitzuarbeiten, wie die Milchmenge zu regulieren sei. Ein Unterfangen, das aussichtslos scheint.
Agrarpolitik 2014-17 im Bundeshaus
Uniterre hat sich mit viel Energie und Zeitaufwand an der Vernehmlassung zur AP 2014-2017 beteiligt. Nun ist es an den PolitikerInnen und parlamentarischen Kommis- sionen über die Änderungsvorschläge der verschiedensten Organisationen zu beraten. Die folgenden Monate geben uns die Möglichkeit, diese Debatte noch zu beeinflussen.
BauernkampftagMobilisation gegen Produktivismus
Für Millionen Bäuerinnen und Bauern auf der ganzen Welt ist der 17. April ein Aktionstag1. In der Schweiz, wie im Süden, sind Bäuerinnen und Bauern ins Getriebe des Marktkapitalismus geraten, wo ihre Existenz und der Widerstand ihrer Gewerkschaften immer stärker bedroht sind.
Zum bäuerlichen Selbstverständnis
Wir kennen das Bild zur Genüge: Der Strukturwandel, sprich die Vernichtung von Bauernhöfen wird weiter amtlich verabreicht, die Produzentenpreise sinken, das landwirtschaftliche Einkommen ist weit unter dem Durchschnittseinkommmen, der Zugriff auf das Produktionsmittel Boden ist ungebremst, Handel und Verarbeiter missbrauchen ihre Marktmacht und erpressen die Produzenten.
Gestiefelt in Bern
Am 2. März versammelten wir uns in Bern und haben dort unsere Anliegen vorgebracht. Mit unseren Beiträgen haben wir die Probleme auf dem Milchmarkt aufgezeigt und Lösungen präsentiert.
5 Gründe um am 2. März gemeinsam nach Bern zu gehen

1) Wir Bäuerinnen, Bauern und Sympathisanten organisieren uns, weil wir den Platz, der uns im Nahrungsmittelbereich und im speziellen in der Milchproduktion zusteht, wieder einnehmen wollen. Wir und unsere Organisationen müssen im Zentrum der Diskussionen und der Verhandlungen stehen, damit wir den Markt wieder aktiv mitgestalten können. Wir müssen zu unserer Stärke zurückfinden, um so genügend Einfluss und Gewicht in allen Verhandlungen zu haben. 
Am 2. März gehen wir nach Bern!
Liebe Bauernfamilien,
Das Jahr geht zu Ende. Für viele von uns war es kein leichtes Jahr. Die unsicheren Branchen, u. a. die Milchbranche, haben weitere Preissenkungen verursacht, obwohl die Nachfrage nach regionalen Produkten steigt! Wir müssen uns bewusst sein oder werden, wie wertvoll unsere Produkte sind! Unsere Kundinnen und Kunden brauchen unsere Produkte. Sie bezahlen mehr, wenn es mehr kostet. Höhere Lebensmittelpreise stellen sowieso kein Problem dar, die meisten Leute bezahlen gerne mehr, sofern das Geld auch tatsächlich zu den Bäuerinnen und Bauern gelangt.
Gewerkschaftsfreiheit in Frage gestellt. Vier Produzenten werden von der Freiburger Justiz zu Unrecht verurteilt.
Im Nachfeld der Aktion von Pringy im Jahr 2009, wurden vier von zweihundert an jenem Abend anwesenden Produzenten vom Polizeigericht des Bezirks Gruyère mit 2 Jahren bedingt zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit, 300 Franken Busse und zur Übernahme mehrerer Tausend Franken Gerichtskosten verurteilt. Uniterre wird gegen dieses Urteil Berufung einlegen um Kenntnis der genauen Urteilsbegründung zu erlangen.
Europäisches Forum Nyeleni
Eine Priorität für Bäuerinnen und Bauern!
In Europa arbeiten rund ein Duzend nationale und subnationale Netzwerke aktiv an der Ernährungssouveränität. In Zentral- und Osteuropa gibt es zahlreiche lokale Initiativen, die sich ausbreiten und dank dem Impuls des europäischen Forums Nyeleni auf nationaler Ebene an Gewicht gewinnen. Alle diese Netzwerke wurden von Bauernorganisationen gebildet, werden aber inzwischen auch von Vertretern/-innen der Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, NGOs, Umwelt-, Entwicklungs-, Konsumenten- und Jugendorganisationen mitgetragen. Dies ist das Ergebnis der jahrelangen Arbeit von allen Mitgliedsorganisationen der Europäischen Koordination La Via Campesina! Die Stimmen der Bäuerinnen und Bauern werden am Forum Nyeleni gehört werden!
Bauernfamilien, Sympathisantinnen & Sympathisanten von Uniterre, kommt zahlreich an die spektakuläre Aktion am 4. April in Bern!
Tiefer dürfen die Preise für Bäuerinnen und Bauern nicht mehr sinken. Die Situation vieler Betriebe ist äusserst prekär; sie müssen ihre Mitarbeiter/-innen entlassen, sind gezwungen, auswärts zu arbeiten, müssen einen Produktionszweig aufgeben oder verschulden sich - und es ist kein Ende in Sicht! Die Paare halten der Belastung nicht stand und zerbrechen, die Scheidungsrate steigt unaufhörlich. Für Bauern, welche die Dinge öffentlich beim Namen nennen, erhöht sich der Druck und die Anzahl der betrieblichen Kontrollen. Doch die Fragen zu den Lebensmitteln und der Landwirtschaft von Morgen hat Konsumenten/-innen und Politiker/-innen noch nie so stark beschäftigt wie heute.