Dem Ausstieg aus der öffentlichrechtlichen Mengensteuerung (Milchkontingente) folgten vier Jahre Milchkrisen mit dramatischen Folgen für die Bauernfamilien. Jetzt macht die Bundesverwaltung über das BLW Druck für einen neuen Liberalisierungsschritt. Es geht darum den Schweizer Markt für sämtliche Milchprodukte (der Käsemarkt ist schon liberalisiert) zu öffnen. 
Die Arbeit der Kommission Milch zahlt sich aus!
Es gibt Wochen, die sind düsterer als andere. Diejenigen im Mai waren ausgezeichnet. Die Bauern von Uniterre gewannen zwei wichtige Kämpfe, einen auf europäischer und eine auf nationaler Ebene, betroffen die Gesamtheit aller Milchproduzentinnen und Milchproduzenten.
Zwei Sektionen, Genf und Zürich/Winterthur, haben sich entschieden, das Referendum gegen die AP 14-17 zu unterstützen, während der Gesamtvorstand von Uniterre keinen Konsens gefunden hatte und deshalb keinen abschliessenden Entscheid getroffen hat. Das Präsidium hat die Verantwortung übernommen dafür, dass sich zwei Sektionen engagieren. 
Dem Referendumskomitee gehören auch La Vrille und Landwirtschaft 2020 an. Weitere bäuerliche Organisationen und Politiker haben sich angeschlossen (1*).  
Eine Specielle Zeitung Karawane ernährUngssoUveränität
8 april / Wädenswil (ZH): Vertragslandwirtschaft Wädichörbli - Gemüseanbau im Kollektiv
9 april/ Stammerberg (ZH): Weingut mit Zukunft
11 april / BASEL: «Food Policy» Forum
12 april / Liesberg (BL): Erste vertragslandwirtschaftliche Käserei der Schweiz
13 april / Courtelary (JU) : Saatgut. Zurück zur Einöde?
Büki im 24Heures von 13. Februar 2013
Vom Aufbinden von Bären und andern Pferden...
 
 Pferdefleisch in Lasagneprodukten über ganz Europa! Wie sich das Produkteangebot der Lebensmittel-industrie erweitert wächst auch deren Undurchsichtigkeit. Die industrielle Logik und deren Marktstrategie der Kostenreduktion bedeutet Massenproduktion, Spezialisierung, Segmentierung der Produktionsschritte im grenzenlosen Konkurrenzkampf der Wettbewerbsfähigkeit. 
 
 Industrialisierung der Landwirtschaft: Debatte dringend nötig 
 
 «Der Landwirtschaft gehe es gut(!) und die frei werdenden Flächen könnten so von anderen, von Nachbarn übernommen werden». Letzten November hat B. Lehmann, Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft, über das jährliche Verschwinden von 1400 Landwirtschaftsbetrieben gesprochen. 
Herr Lehmann, die Art und Weise, wie eine Bauernfamilie ihr Land bestellt, bedingt das spezifische Wissen, das sie ihren Liebsten, ihren Kindern, vermitteln will. Das gibt der Arbeit der Bauern einen Sinn.
Was ist es mir wert?
Was ist es mir wert, fragte sich Claire beim Auspacken des Einkaufskorbes. Im Aldi hätte ich das alles sicher noch gut 10% günstiger gehabt. Meine beste Freundin aber lacht mich aus. Ich kaufe nur noch ennet der Grenze ein, sagt sie. Da sparst du fast einen Drittel. Das bisschen Sprit ist vernachlässigbar und Zeit hab ich schliesslich genug.
Die Anfrage kam überraschend. Schnell aber war klar, da ist Uniterre dabei und legt ihren Standpunkt dar. Schon gar, wenn Ernährung und Vertragslandwirtschaft im Zentrum stehen.
OCCUPY ist eine Bewegung, welche hinterfragt und nicht nur im Finanzbereich nach gerechteren Wegen und Modellen sucht.
NICHTS NEUES AUS BERN!
Die Herren und Damen im Bundeshaus haben mit viel Aufsehen und Tamtam über die AP 14-17 debattiert. Ein Thema, das die Bürgerinnen und Bürger bewegt, und bei den Medien viel Beachtung findet, eignet sich zur Profilierung und alle Parteien haben versucht maximale Gewinne heraus zu schlagen. Es wird geschräubelt und an Rädchen gedreht:
Milchmarkt Europa: «So werden Bauern geopfert!»
Die Überproduktion auf den europäischen Milchmärkten führt zu einem drastischen Verfall der Milchpreise und direkt in die nächste Milchkrise. Dagegen demonstrierten die europäischen Milchbauern des European Milk Board am 10. Juli in Brüssel vor dem Europäischen Parlament. Als Symbol für die gegenwärtige Überproduktion auf den europäischen Milchmärkten wurde ein überlaufender Milchsee vor dem Europäischen Parlament errichtet. Die Übermengen am Markt drücken die Milchpreise weit in den Keller, so dass dieser heute bei 25 cts liegt, tiefer noch als im Jahre 2009.
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