Gedanken zum BGE
Am 5. Juni wird die Schweizer Bevölkerung über das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) abstimmen. Unabhängig von unserer persönlichen Meinung darüber stimmt uns diese Frage nachdenklich in Bezug auf den Wert unserer Arbeit und über unsere verschiedenen freiwilligen Einsätze und Engagements als BürgerInnen. Was würden wir mit 2500.- Frs pro Monat machen ?
„Wir fordern die Stärkung der bäuerlichen Landwirtschaft“
Wir reichen heute eine Verfassungsinitiative ein, mit dem Ziel eine möglichst breite Diskussion in der Öffentlichkeit über unsere Ernährung, über Landwirtschaft und über deren politische Zusammenhänge zu führen.
Wir wollen diese Debatte anstossen, damit unsere Verfassung nicht zur Totgeburt verkommt.
„Nur wer nicht kämpft, hat schon verloren!“
Der gesamte Ernährungsmittelbereich ist völlig am Abdriften. Die Entscheidung darüber, was auf unsere Teller kommt, wird nicht auf den Bauernhöfen oder in den Küchen der KosumentInnen getroffen, sondern in den Verwaltungsräten von einigen grossen Konzernen, die den Nahrungsmittelbereich fest im Griff haben. Das ist Raubrittertum an einem lebenswichtigen Gut, an unserer Nahrung. Mehr als die Hälfte der Pestizidsektors und fast die Hälfte des Saatgutsektors sind heute in der Hand von drei multinationalen Konzernen: Dow-Dupont, Monsanto, Syngenta-Chemchina. 
Neue Methode für den todsicheren Preiskampf! - Zielkosten
Ich erinnere mich noch an den lebhaften Austausch mit einem Studienleiter für Entwicklungsökonomie während meines Studiums an der ETH in Zürich. Mit Hilfe einiger Grafiken erklärte er, wie eine Geldabwertung in einem Entwicklungsland die ökonomische Situation des Landes verbessern könne. Nach einem mehrmonatigen Aufenthalts in einem westafrikanischen Land, welches die Abwertung des Franc CFA hinnehmen musste, versuchte ich ihm mit Fakten das Gegenteil aufzuzeigen. Seine Antwort war: «Wie Sie bemerken, sind meine Grafiken schlüssig, wenn die Menschen nicht in der Lage sind, sich an die Modelle anzupassen, ist das nicht mein Problem». ... Auch 20 Jahre später kann ich diese Antwort nicht vergessen.
Endspurt um den Weg frei zu machen -
für eine menschenwürdige, solidarische, einträgliche
und umweltschonende Landwirtschaft.
Die Volksinitiative « für Ernährungssouveränität. Landwirtschaft betrifft uns alle » steht drei Monate vor ihrer Übergabe an die Bundeskanzlei. Der Herbst erwies sich mit Spitzen von 6000 Unterschriften pro Woche als sehr ertragsreich. Jetzt in der kalten Jahreszeit, in der sich das Sammeln entsprechend schwieriger gestaltet, organisieren wir nationale Sammeltage.
Das internationale Jahr des Bodens geht zu Ende. Was kommt danach?
 Das Jahr 2015 wurde zum internationalen Jahr des Bodens erklärt. 12 Monate Zeit, um die Regierungen und die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass diese natürliche Ressource geschützt werden muss. Wir kommen nicht umhin festzustellen, dass dieses Jahr nicht den gleichen Widerhall hatte wie das Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe (2014). Wir hinterfragen deshalb die Wirksamkeit solcher «Jahre». Haben die Regierungen verbindliche Entscheidungen zur Erhaltung des Bodens getroffen, zum Schutz dieser nicht erneuerbaren Ressource?
Über den Preis zum Erfolg
Auf den Ruf des Schweizerischen Bauernverbands (SBV)hin sind die Bauern und Bäuerinnen wieder in den Strassen der Hauptstadt. Die Hauptforderung des SBV ist, dass der Bundesrat seine Versprechen einhält. Mit anderen Worten, dass der Vertrag für den Rahmenkredit zwischen dem Bund und den Bäuerinnen und Bauern weder in den Jahren 2016 und 2017 amputiert, noch in der nächsten Periode 2018 / 2021 reduziert wird.
Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten 
Mut und Vertrauen in unsere Forderungen
In diesen schwierigen Zeiten kommt es nicht selten vor, dass wir auf Kollegen treffen, die an gewissen von Uniterre erhobenen Forderungen zweifeln. Sie fragen sich, ob Uniterre nicht ein bisschen zu weit geht oder ob man nicht etwas pragmatischer sein sollte... alles Fragen, die durchaus im aktuellen Kontext ihre Logik und ihre Berechtigung haben. Aber seien wir sicher, es gibt viele gute Gründe gradlinig zu bleiben. Wie heisst es im Sprichwort? Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Trotzdem wurden nach einigen Jahren viele von unseren Positionen teilweise oder ganz von anderen Organisationen oder offiziellen Instanzen übernommen. 
Vielseitige Mobilisation
September 2015. Der Preis für Milch und Schweinefleisch am Boden. Der des Getreides ist auch katastrophal. Wir haben immer nach Alternativen gesucht, da die derzeitigen Preise, wenn wir in die sogenannt «traditionellen» Ketten liefern, nicht einmal 50% der Produktionskosten decken. Ein Skandal, zumal Hochdorf, Migros, Cremo, Coop, Fenaco und andere, gleichzeitig stetig wachsende Gewinnzahlen bekannt geben. Dies erklärt sich über das Ausplündern der Bauern und Konsumenten. Aber es ist nicht tolerierbar.
Des Schneiders neue Kleider?
 Amt und im Herbst sind Wahlen, die Bundesratswahlen sind für den 9.Dezember festgelegt. Wir fragen uns, welches Erbe uns Herr Schneider Ammann hinterlässt. Wird es ein zukunftsfähiges Erbe sein, nachhaltig und tragbar für unsere Kinder? Wohin führt uns der Wirtschaftsminister, der auch für die Landwirtschaft zuständig ist? Wir fragen uns, wer in unserem Land neue Spuren legen könnte, wer den Satz; „Weiter wie bisher, ist keine Option“ aus dem Weltagrarbericht ernst nimmt.