Liebe Milchbäuerinnen und Milchbauern, liebe Interessierte,
ich möchte mich noch einmal dafür bedanken, dass mir meine Kollegen aus ganz Europa das Vertrauen ausgesprochen und mich auf der Mitgliederversammlung im April in den Vorstand des EMB gewählt haben. Nach einer ersten Amtszeit bis 2010 ist es nun das zweite Mal, dass mir diese Ehre zuteil wird.
EMB-Position Zum Transatlantischen Freihandelsabkommen
(Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft - TTIP)
TTIP-Verhandlungen müssen eingestellt werden! Das TTIP gefährdet die EU in ökonomischer, ökologischer und sozialer Dimension. So sind unter anderem die Souveränität sowie der gesellschaftliche Frieden in der EU abhängig von der Fähigkeit, innerhalb der eigenen Grenzen sichere Nahrungsmittel in ausreichendem Umfang und in hoher Qualität flächendeckend zu produzieren. Das Transatlantische Freihandelsabkommen würde diese Fähigkeit empfindlich beeinträchtigen.
Liebe Milchbäuerinnen und Milchbauern, liebe Interessierte,
an dieser Stelle möchte ich einmal den Blick über den Tellerrand der europäischen Milchpolitik hinaus werfen und das politische Engagement des EMB in einen größeren Zusammenhang stellen. Ende letzten Jahres habe ich auf Einladung von NGOs an einer Reise ins westafrikanische Burkina Faso teilgenommen und dabei die Möglichkeit gehabt, mich über die Lebensumstände der Milcherzeuger in diesem faszinierenden, aber leider sehr armen Land zu informieren.

Am 24. Februar ist die Faire Milch nun auch in Italien gestartet. Nach dem Erfolg des Projekts in Österreich, Deutschland, Luxemburg und Belgien sowie dem gelungenen Start in Frankreich im letzten Jahr, kommen auch die italienischen Verbraucher in den Genuss dieses qualitativ hochwertigen Produkts.
(Brüssel, 03.03.2014) Wie die aktuelle Kostenstudie des Büros für Agrarsoziologie & Landwirtschaft (BAL) für Deutschland zeigt, lag der durchschnittliche Preis für die Milcherzeuger im Oktober 2013 mit 41,92 Cent/ kg Milch mehr als 2 Cent unter den Produktionskosten. Diese hatten im gleichen Zeitraum 44,12 Cent/ kg Milch betragen.
(Paris, 27.02.2014) Wie eine aktuelle wissenschaftliche Studie zur Milchproduktion in Frankreich zeigt, lagen die Erzeugungskosten im Jahr 2013 überwiegend zwischen gerundet 40 bis 45 Cent pro Kilogramm Milch.¹ Damit befanden sie sich weit über dem nationalen Durchschnittspreis von 33,8 Cent je Kilogram,² was den Erzeugern in ganz Frankreich empfindliche Defizitbeträge bescherte.
Die Ankündigung des EU-Agrarkommissars Ciolos im September vergangenen Jahres, eine Marktbeobachtungsstelle auf EU-Ebene einzurichten, um die Marktsituation für Milchprodukte zu überwachen, ist eine begrüßenswerte Entwicklung und hoffentlich der erste von vielen positiven Schritten in der europäischen Milchpolitik.
Wie zurzeit fast überall in den Medien zu lesen ist, verhandeln die EU und die USA gegenwärtig über die Einrichtung eines transatlantischen Freihandelsabkommens. In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen in vielen EU-Mitgliedstaaten verspricht sich die EU-Kommission davon einen Anstoß für Wachstum und neue Arbeitsplätze in Europa.
2014 wird für die europäische Milcherzeugung ein wichtiges Jahr. Nach den zähen Verhandlungen über das Milchpaket und die GAP ist nun erstmals eine Lösung für den EU-Milchmarkt in greifbare Nähe gerückt
Unsere Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland - Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL, auch Mitglied von European Coordination Via Campesina)- arbeiten intensiv gegen das Freihandels-Abkommen zwischen der EU und den USA. In fünf Tagen haben sie per Internetkampagne,  gemeinsam mit anderen Organisationen, 250'000 Unterschriften gegen das Abkommen  gesammelt.