Die Anhörung im Europäischen Parlament zum „Milchpaket und den Aussichten für den Milchsektor“ am 27. Januar in Brüssel offenbarte die diametral gegensätzlichen Einschätzungen der aktuellen Lage auf dem Milchmarkt durch den neuen Agrarkommissar Phil Hogan, der an seinem Standpunkt festhält, dass der Milchmarkt nicht in der Krise ist, und durch James Nicholson, den Berichterstatter des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung im Europäischen Parlament (AGRI) für die „Entwicklung der Lage auf dem Milchmarkt und das Funktionieren des Milchpakets”.
Bern, 21.01.2015 - Der Bundesrat schlägt in einer Stellungnahme zu Handen der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates vor, die parlamentarische Initiative «Bundesgesetz über die technischen Handelshemmnisse. Lebensmittel vom Cassis-de-Dijon-Prinzip ausnehmen» abzulehnen. Weiter >hier
Wir haben satt. Jetzt ist Zeit um Initiativ Ernährungssouveränität zu unterschreiben >hier
Wir haben eine neue Milchmarktkrise. Sie folgt auf die Krise von 2009, die uns mit dem Milchstreik und dem Ausbringen von Milch auf den Feldern in Erinnerung bleibt, und - schlimmer noch - auf 1983, als die schwere durch die Milchüberproduktion ausgelöste Krise zur Schaffung des Milchquotensystems führte.
Der Österreichische Bauernbund hat gestern (30.10.) die Supermarktkette Zielpunkt bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) für seine im aktuellen Flugblatt beworbene Milch-Schleuderaktion angezeigt. Zielpunkt verkauft an zwei Tagen dieser Woche Haltbarmilch von Schärdinger um 54 Cent. Der Bauernbund wehrt sich, dass Qualitätslebensmittel als Lockartikel missbraucht und verschleudert werden.
In Europa fallen aktuell die Milchpreise. Eine belgische Molkerei kündigt ihren Mitgliedern für Januar einen Milchpreis von 25 Cent an. Bitte finden sie dazu im Anhang den Informationsbrief der belg. Molkerei „Laiterie des Ardennes“ an ihre Mitglieder. > hier
Im Vereinigten Königreich mehren sich die Proteststimmen aufgrund der anhaltenden Milchpreiskürzungen der großen Molkereien.
Arla wird den Milchpreis um weitere 1.67 pence pro Liter (= ca. 2.15 cent) herabsetzen. Weitere große Molkereien sollen ab November folgen, darunter auch Dairy Crest (Kürzung 1.3 pence/Liter). Müller möchte den Milchpreis für einen Standardliter um 1.9 pence (2.44 cent) auf 27.1 pence/Liter kürzen (ca. 34.80 cent/l).
Begründet werden die Preiskürzungen mit dem hohen Milchangebot und der schwachen Nachfrage nach Milcherzeugnissen.
Die britischen Landwirte haben Protestaktionen für die nächsten Tage angekündigt.
EU-Agrarpolitik: NGOs fordern Dialog über Produktion und Preise
Neuer Kommissar muss verantwortungsvolle Milchpolitik umsetzen
(Berlin, 01.10.2014) Morgen wird sich Phil Hogan, der designierte europäische Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, in einer offiziellen ersten Anhörung den   Fragen von EU-Parlamentariern stellen. Aus diesem Anlass fordert ihn eine Koalition von Nichtregierungsorganisationen auf, sich für eine zukunftsfähige bäuerliche Landwirtschaft einzusetzen. Die Kommission müsse aufhören, wie bisher überwiegend die Agrarindustrie zu unterstützen, so die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL),
Auch wenn Cioloş Ende des Jahres als Agrarkommissar abtritt, sollte die Politik zur Stabilisierung des Milchmarktes vom neuen Kommissar weiterverfolgt werden
Heute hat das Dutch Dairymen Board (DDB) die Ergebnisse der Studie zu den Produktionskosten für einen Liter Milch in den Niederlanden vorgestellt. Mit einem Selbstkostenpreis von knapp 45 Cent für das Jahr 2013 überschreiten die Erzeugungskosten pro Liter Milch erheblich den durchschnittlichen Milchauszahlungspreis von gut 37 Cent im Jahr 2013. Die Unterdeckung beläuft sich deshalb alleine schon für das Jahr 2013 auf nicht weniger als 16%.
EMB lehnt TTIP-Abkommen ab
Europäische Milcherzeuger fordern eine Einstellung der Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU
 
(Brüssel, 22.05.2014) „Dem European Milk Board (EMB) bereiten die Verhandlungen zum transatlantischen Handels- und Investitionsabkommen - kurz TTIP - große Sorgen. Das Abkommen gefährdet die EU sehr stark in ökonomischer, ökologischer und sozialer Dimension“, fasst Romuald Schaber, Vorsitzender des EMB, die Position der Europäischen Milcherzeuger zusammen.