BDM, die deutsche EMB Mitglied und ABL, ECVC Mitglied sind unterwegs!
Die Milchbauern sind seit Anfang der Woche in ganz Deutschland mit ihren Traktoren unterwegs.
Italien hat auch Aktionen im Nord organisiert.
Demonstrationsaufruf für den 7.September 2015 in Brüssel, anlässlich des Treffens der EU-Agrarminister zum Thema Milch
Die Europäische Koordination Via Campesina ruft ihre Mitgliederorganisationen dazu auf, am 07. September 2015 nach Brüssel zu kommen, um parallel zum EU-Agrarministertreffen eine andere Milchpolitik in der EU einzufordern. Diese Aktion wird von ECVC unterstützt und gemeinsam mit dem EMB - European Milk Board - durchgeführt, damit Europa die dringend nötigen Massnahmen trifft, um den Milchpreis anzuheben.*
Nebst diesen kurz- und mittelfristigen Massnahmen muss Europa endlich diese katastrophale Situation erkennen, die durch die aktuelle Milchpolitik verschuldete ist.

Alles scheint wieder möglich: das Beste und das Schlimmste.  Am 24. Juli wurde während eines Treffens der verschiedenen Akteure der Wertschöpfungskette mit dem Agrarminister vereinbart, dass von August bis Jahresende 2015 der französische Mindestpreis für Milch bei 340 Euro/ Tonne liegen sollte.
Das war für die Produzenten ein willkommener Lichtstreifen am sonst so dunklen Himmel. Allerdings weisen die Presseerklärungen bezüglich dieser Vereinbarung sehr unterschiedliche, sogar auseinandergehende Interpretationen auf (1).
Große EMB-Aktion am Vormittag des 7. September anlässlich des Treffens der EU-Agrarminister in Brüssel
In Europa läuft die Milch über - Milchpreise treiben uns Bauern in den Ruin!
Liebe Kollegen,
Die Lage hat sich bei uns allen dramatisch zugespitzt. Die Milchpreise sind im Keller, den Milchbauern quer durch Europa wird ihre Existenzgrundlage brutal entzogen.
Krise im Milch Sektor
Ein Link: http://www.europeanmilkboard.org/de/aktuelles.html
Gemeinsam für eine Systemreform im Milchsektor
Die französischen Organisationen APLI und OPL haben gemeinsam mit deutschen Erzeugern der Verbände BDM und AbL eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie ihre gegenseitige Solidarität betonen. Laut der Stellungnahme unterstützen sie Aktionen, die auf die Misere im Milchsektor hinweisen, distanzieren sich aber von Äußerungen, in denen Erzeugern anderer Länder die Schuld zugeschoben wird.
Seit dem 1. April steht der europäische Milchmarkt ohne funktionierenden Sicherheitsrahmen da. Bei unserer EMB Aktion am 31. März - dem letzten Tag der Quotenregelung - haben wir deshalb die Flaggen der 28 EU-Länder auf Halbmast gesetzt. Nur um es klar zu stellen: Wir trauern keinesfalls der Quote nach, sondern einem funktionierenden System für die Zeit danach! Bis jetzt hat es die Politik nämlich verabsäumt, geeignete Marktinstrumente zur Krisenvermeidung zu installieren. Wir gehen davon aus, dass die Milchviehhalter in vielen EU-Ländern ihre Produktion nach Ende der Quote erheblich steigern werden. Zuviel Milch am Markt bedeutet wie immer einen Preisverfall - die nächste Marktkrise ist programmiert!
Europäische Milcherzeuger warnen vor starkem Marktmachtverlust und chronischen Preisstürzen
(Brüssel, 31.03.2015) Die Flaggen der 28 EU-Mitgliedsstaaten wehen auf Halbmast, gleichzeitig flattern die Fahnen der Lebensmittelgroßkonzerne ganz obenauf im Wind. Es ist ein eindeutiges Bild, das sich den Brüsselern heute vor dem EU-Parlament bietet. Während die Erzeuger in den Ländern künftig ohne funktionierende Rahmenbedingungen zurecht kommen müssen, können Nestlé, Danone und Co. aus den Vollen schöpfen.
Um künftig Marktkrisen im Milchbereich frühzeitig und angemessen begegnen zu können, bedarf es zusätzlicher, EU-weit gültiger Regelungen. Das EMB und der BDM (Bundesverband Deutscher Milchviehhalter) haben hierzu ein Marktverantwortungsprogramm (MVP) entwickelt.
Die Anhörung im Europäischen Parlament zum „Milchpaket und den Aussichten für den Milchsektor“ am 27. Januar in Brüssel offenbarte die diametral gegensätzlichen Einschätzungen der aktuellen Lage auf dem Milchmarkt durch den neuen Agrarkommissar Phil Hogan, der an seinem Standpunkt festhält, dass der Milchmarkt nicht in der Krise ist, und durch James Nicholson, den Berichterstatter des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung im Europäischen Parlament (AGRI) für die „Entwicklung der Lage auf dem Milchmarkt und das Funktionieren des Milchpakets”.