Nach der Reform des EU-Milchsektors ist nun der Moment für eine erneute Lagebestimmung gekommen: Welche Folgen hat das Milchpaket für die Erzeuger in der EU? Welche Bedingungen haben sich geändert? Welche Probleme haben Bestand?
(Berchtesgaden, 12.4.2013) Mit einer großen Schlepperparade wird heute eine dreitägige Demonstration von Milchbauern und besorgten Bürgern und Bürgerinnen aus ganz Europa im süddeutschen Berchtesgaden zu Ende gehen. Rund 750 Milchproduzenten des European Milk Board (EMB), dem europäischen Dachverband der Milchviehhalterorganisationen in Europa, haben das dortige Treffen der deutschen Landwirtschaftsminister zum Anlass genommen, um der Milchpolitik der deutschen Bundesregierung eine Absage zu erteilen. Ihr Motto: „Märkte gestalten, statt Krisen zu verwalten“.
Anlässlich der Konferenz zur EU MILCHPOLITIK organisiert von der Confédération Paysanne und der European Coordination Via Campesina (ECVC) in Fougères am 29. November,veröffentlichen ECVC , EMB (European Milk Board) und FFE (Fairness for Farmers in Europe) folgende Erklärung:
Protestaktion der schweizerischen und europäischen Milchbauern:Butterberge nicht verramschen, sondern vermeiden
Schweizer Milchbauern und Milchbäuerinnen haben heute zusammen mit europäischen Kolleginnen und Kollegen in Basel und in Genf eindrücklich demonstriert, wie unsinnig Exporte zu Dumpingpreisen sind.
Brüssel, den 13. Februar 2008Resolution der europäischen MilcherzeugerAKTIVE MARKTSTEUERUNG:
MÄRKTE IM GLEICHGEWICHT - FAIRE PREISESeit dem Jahr 2007 entwickeln sich die europäischen und internationalen Milchmärkte erstmals seit langem positiv. Bedingt durch die extrem niedrigen Erzeugerpreise für Milch in den Vorjahren ging die Produktion in einigen Regionen stark zurück, so dass Überschüsse und Lagerbestände in der EU abgebaut wurden. Auch die Ausfuhren von Milchprodukten aus der EU gingen zurück, so dass der Weltmarktpreis für diese ebenfalls spürbar anstieg.