Donnerstag, 14. November 2019, 19.30, Haus pour Bienne, Kontrollstrasse 22

Machen wir es anders: Zusammen kooperieren und konsumieren und somit zu selbstbestimmten Akteur*innen werden. Der Supermarché Participatif Paysan (SPP) in Meyrin bei Genf macht es vor. Als Lebensmittelkooperative organisieren die Konsument*innen und Produzent*innen sämtliche Belange vom Einkauf über die Verteilung. Der Gewinn: Gute und fair gehandelte Produkte, ein wachsendes Bewusstsein über die lokale Produktion und Verarbeitung und eine soziale Gemeinschaft. Reto Caedotsch, ist Mitgründer des SPP und Pionier der urbanen Landwirtschaft, stellt das Projekt vor. Bettina Scharrer vom Centre for Development and Environment (CDE) in Bern macht die Einführung zu Kooperation statt Konkurrenz- Motor für eine nachhaltige Regionalentwicklung: Erfolgreiche Projekte, innovative Ideen und deren Grenzen.

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Als Folge der Krise in der Weinproduktion und der Landwirtschaft, haben mehrere Bäuerinnen und Bauern von Uniterre die Idee eines Manifests lanciert.

Das Ziel: Ein Appell an die Politikerinnen und Politiker, um sie auf die entscheidende Bedeutung einer einheimischen, vielfältigen und familiären Landwirtschaft, die Mensch, Land und Tiere respektiert, aufmerksam zu machen.

Wie: Möglichst viele Unterschriften von Schweizer Bauern und Bäuerinnen sammeln.

Vielleicht haben wir nicht alle die gleiche Vision von der Zukunft der Landwirtschaft. Wichtig ist nicht, Recht zu haben, sondern das, was von der bäuerlichen Landwirtschaft in der Schweiz noch übrig ist, zu verbünden.

Angesichts der prekären Situation müssen wir uns heute nicht mit Differenzen aufhalten, sondern die gemeinsamen Werte, die das Manifest enthält, erkennen und uns dahinter vereinen.

Damit wir alle, Landwirtinnen und Landwirte, die Ermächtigung über unsere Zukunft zurückgewinnen.

Jetzt das Manifest unter diesem Link unterschrieben!

Besten Dank!


Manifest der Schweizer Bäuerinnen und Bauern für einen gerechten und fairen Markt

Wir, Bäuerinnen und Bauern in der Schweiz, haben uns zu dieser Kampagne vereint.

Wir, Bäuerinnen und Bauern, Winzerinnen und Winzer, Gemüseproduzentinnen und Gemüseproduzenten, Züchterinnen und Züchter, Milchproduzentinnen und Milchproduzenten, Obstfachfrauen und Obstfachmänner, Gärtnerinnen und Gärtner, wir alle, die das Land bearbeiten, wünschen uns mehr Respekt und mehr Wertschätzung gegenüber uns und unserem Berufsstand. Heute fordern wir faire Preise für unsere Produkte, einen transparenten Markt und einen fairen Wettbewerb.

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger engagieren sich heutzutage für das Klima und eine nachhaltige Entwicklung, ein Thema, das viele Politikerinnen und Politiker ebenfalls in ihre Agenda aufgenommen haben.
Der Bundesrat bemüht sich jedoch mit Unterstützung einiger Politikerinnen und Politiker intensiv um die Aushandlung von Freihandelsabkommen. Im völligen Widerspruch zu seinem scheinbaren Engagement arbeitet er in Tat und Wahrheit allen Strategien zugunsten von Klima, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Ernährungssouveränität, entgegen.

Mit diesem Manifest verurteilen wir den freien Markt, der auf der ganzen Welt die bäuerliche Landwirtschaft und das Klima zerstört und damit die Gesellschaft als Ganzes destabilisiert.

Der Bundesrat erleichtert die Einfuhr, während der Markt die lokale Nahrungsmittelproduktion nicht mehr aufnehmen kann. Wir können nicht die Schweizer Lohn- und Nachhaltigkeitsstandards erfüllen und gleichzeitig mit ausländischen Importen konkurrieren. Der globalisierte Markt übt den gleichen Druck auch auf den Bio-Markt aus. Die Schweizer Landwirtschaft ist geschwächt und droht zu kollabieren.

Die Importe von industriell hergestelltem Brot und anderem Tiefkühlprodukten auf Getreidebasis von Lebensmittelkonzernen aus osteuropäischen Ländern (insbesondere Polen) haben sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt; sie betragen 120.000 Tonnen pro Jahr, während Getreide und Ölsaaten, die nach IP-Schweiz, Extenso und Bio-Normen angebaut werden, aufgrund der Marktsättigung herabgestuft werden.

Die Milchproduktion befindet sich in der Krise, in einem Markt, der vom Profitstreben der Verarbeiter und Supermärkte beherrscht wird, zum Nachteil der Milchbäuerinnen – und Bauern, die ihre Kosten nicht mehr decken können und die Milchproduktion einstellen.

Der 2018 in der Schweiz produzierte Wein ist noch in den Fässern und was findet man in den Supermärkten oder im Vertriebsnetz der Landi von Fenaco? Ausländische Weine, mit denen sie mehr Gewinn machen können. Fast 40% der importierten Weine werden zu einem Preis von weniger als CHF 1.50 pro Liter importiert. Schweizer Weine verlieren Marktanteile und machen nur 35% des Umsatzes aus. In den letzten 20 Jahren waren die einzigen Lösungsvorschläge der interprofessionellen Organisationen die Absatzförderung und der Export.

Tomaten aus Almeria überschwemmen seit Jahren die Supermärkte, wie von Geisterhand werden sie nun Bio, der Markt verlangt es!Die Unternehmen, die die Gewächshäuser bewirtschaften, werden regelmäßig wegen Nichteinhaltung der Menschenrechte, wegen Verletzung der Arbeitsrechte und wegen Verschmutzung und Übernutzung von unterirdischen Grundwasservorkommen und Quellen angeprangert.

Währenddessen unterzeichnet unsere Regierung weiterhin Freihandelsabkommen, die die Einfuhr von Agrarerzeugnissen erleichtern werden. Wo bleiben die Bedenken und Sorgen unserer Politikerinnen und Politiker für das Klima?

Die industrielle Fleischproduktion setzt viermal mehr CO2 frei als Schweizer Fleisch von Rindern, die mit Gras gefüttert werden. Die industrielle Tierhaltung ist unter anderem für die Brände im Amazonas verantwortlich, durch die Verwendung von Mais- und Sojafuttermittel aus diesen Gebieten.

Ein Freihandelsabkommen für Palmöl wurde mit Indonesien unterzeichnet, ein weiteres wird gegenwärtig mit Malaysia ausgehandelt. Die Palmölproduktion ist für die Waldrodung verantwortlich, sie vernichtet die Ressourcen der lokalen Bevölkerung und konkurrenziert die Produktion von Schweizer Pflanzenölen!

Ein neues Abkommen mit Mercosur (Südamerika) wird den Import von industriell produziertem Fleisch, Wein, Obst und Blumen aus Südamerika über Entfernungen von 12.000 km noch einfacher machen! Ein ähnliches Projekt wird derzeit mit den Vereinigten Staaten diskutiert...

Die Liberalisierung des Schnittblumenmarktes im Jahr 2017 hat den Import von Blumen aus dem Ausland, insbesondere aus Kenia und Kolumbien, gefördert. Heute machen Schweizer Blumen nur noch 3% der in Supermärkten verkauften Blumen aus.

Der Wille der Schweizer Bevölkerung, die familiäre Landwirtschaft in einem fairen, sozialen und ökologischen Markt zu fördern, wird nicht respektiert. Wir wollen nicht mehr durch die Versprechen des Bundes gespalten werden. Wir fordern faire Marktregeln.

Mit meiner Unterschrift anerkenne ich die in diesem Manifest zum Ausdruck gebrachten Werte und setze mich für ihre Förderung ein. Damit wird den Gefahren, die heute die Bäuerinnen und Bauern bedrohen, stärker Rechnung getragen.Ich hoffe, dass ich bei meiner Arbeit im Dienste der Gemeinschaft dieses Landes wieder Respekt und Anerkennung erfahren kann.

Jetzt das Manifest unter diesem Link unterschrieben!

Treffen Sektion AG

Restaurant Sonne, Surseestrasse 3, Neuenkirch

Erfahrungen und Wege zur Umwelt- und Klimagerechtigkeit anhand des Falls Chevron in Ecuador.

Uni Tobler Raum F005 | Lerchenweg 36 | Bern

Pablo Fajardo, Hauptanwalt des Chevron-Falls, und Willian Lucitante, Koordinator von UDAPT, Vereinigung der Betroffenen von Ölbohrungen durch Texaco/Chevron im ecuadorianischen Amazonas, berichten am 31. Oktober in Bern über den Fall Chevron und seine Auswirkungen.

Der Amazonas ist in Gefahr. Während Politiker*innen und Regierungen ihre Vorschläge zum Klimanotstand debattieren, wird das Zuhause vieler indigener Völker durch Agro-, Bergbau- und Ölkonzerne zerstört. In Ecuador suchen dieBetroffenen Gerechtigkeit, um die riesigen Schäden einerder grössten Umweltkatastrophen zu beheben, die durch den Ölkonzern Chevron (ehemals Texaco) verursacht wurde. Seit über 25 Jahren versuchen sie vor nationalen sowie internationalen Gerichten Gerechtigkeit zu erlangen, bis jetzt ohne Erfolg. Moderation:

Yvonne Zimmermann - MultiWatch/SOLIFONDS





Sonntag, 20 Oktober, 11.00 bis 13.00, Heubühne Hinter Musegg, Diebold-Schilling-Strasse 13, Luzern, Eintritt Fr. 10.-

Nachhaltigkeit ist das Schlagwort unserer Zeit. Wenn man das Wort ernst nimmt, steht es für Umdenken und Handeln – weg von der Geiz-ist-geil-Mentalität, weg von der Wegwerfgesellschaft und der Profitmaximierung. Zwar sind Veränderungen auch im Kleinen möglich, doch oft scheitert es daran, Nachhaltigkeit im Alltag umzusetzen. ZEIT DER UTOPIEN zeigt lebensbejahende, positive Beispiele, wie man mit Ideen, und Gemeinschaftssinn viel erreichen kann. Hier geht's zum Trailer


Mittwoch, 16. Oktober 2019, 9:30 – 16:30, Berner Fachhochschule – Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL, Länggass 85, 3052 Zollikofen

Artenschwund, Verlust von Bodenfruchtbarkeit, Klimawandel, Landraub, Bauernfamilien unter dem Existenzminimum und Hunger trotz globaler Überproduktion – im sogenannt «modernen» Agrarsystem ist der Wurm drin.

Der diesjährige Welternährungstag bietet Gelegenheit über die Ursachen in Nord und Süd zu diskutieren, die Alternativen zu ergründen, welche die Agrarökologie bietet, sowie Ansätze zu entwickeln wie jede und jeder Einzelne zu einem grundlegenden Wandel in der Landwirtschaft beitragen kann.

Zum Flyer

Die Zukunft der Landwirtschaft liegt in unseren Händen, darum laden wir euch zu unserem Infoanlass zur solidarischen Berglandwirtschaft ein. Landwirt*innen der Surselva möchten gemeinsam mit Konsument*innen ein zukunftsweisendes Konzept für die Berglandwirtschaft erarbeiten. Kommt vorbei und informiert euch über unsere ersten Ideen und Eindrücke! Wir freuen uns über euer zahlreiches Erscheinen!

Mehr Infos unter: www.bergsolawi.ch



Donnerstag, 3. Oktober 2019, 19.00 Uhr, Haus pour Bienne, Kontrollstrasse 22

«Sagezu» bzw. die Samengemeinschaftszucht von Samen und Sorten bringt bewährte, traditionelle Nutzpflanzen langfristig und dauerhaft zurück in die Gärten und in die Kompetenz der Beteiligten. Bedachtes und selbstbestimmtes Leben wird gefördert, soziale Integration gestärkt, kulturelles Erbe und biologische Vielfalt in die Gesellschaft tragfähig verwoben. Nicht mehr im Handel erhältliche traditionelle Gemüsesorten werden für den Subsistenzanbau und Nischenmarkt dauerhaft in Wert gesetzt, die Relevanz deren Erhaltung und Nutzung bewusstgemacht und erklärt. Samengemeinschaftszucht bietet ideale Voraussetzungen, die Sortenvielfalt bei Nutzpflanzen zu verbreiten und dank einer liebevollen, eigenständigen und kontinuierlichen Züchtung ändernden Klimabedingungen und aktuellen Bedürfnissen nachzuführen. Ein Workshop mit Robert Zollinger in Zusammenarbeit mit der Bieler Saatgutbörse und Vision 2035.

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Que de mensonges

Qui aurait cru, il y a dix ans, que la Suisse, notre « château d’eau » serait mis à l’épreuve face aux changements climatiques, en particulier l’agriculture ? Les vagues de chaleur et les conditions climatiques changeantes exercent une forte pression sur nos paysan.ne.s. Raison de plus pour qu’Uniterre s’engage en faveur d’une agriculture durable et respectueuse du climat. C’est pourquoi nous soutenons l’alliance pour une agriculture d’avenir qui fait le pont avec le mouvement pour le climat.

Le 1er juillet 2019, les pingres de la Migros ont coupé l’herbe sous les pieds des productrices et producteurs de lait en imposant une baisse de 2,5 centimes sur le prix de base. Emmi a également suivi avec une réduction de 0,4 centime. Le 16 juillet 2019, nous avons manifesté avec d’autres organisations paysannes de base contre ces baisses devant Shoppyland Schönbühl. Werner Locher, membre d’Uniterre et porte-parole de BIG-M, écrit dans une lettre à l’adresse de la Migros : « Vous voulez montrer à vos consommateurs que vous défendez leur patrie et distribuez gratuitement des casquettes portant l’inscription « Heimatliebe » (amour de la patrie). Mais quel est l’intérêt ? Ce n’est pas de l’amour si Migros ruine précisément ceux qui jouent un rôle majeur dans la culture et le paysage de cette patrie. »

Ça me donne le vertige lorsque Balz Strasser, directeur général de Bio Suisse, dit dans un entretien avec le Bieler Tagblatt, que : « les employé.e.s des exploitations certifiées biologiques ne travaillent pas pour des salaires de misère ». Selon lui, les 2000 entreprises étrangères certifiées seraient soumises aux exigences sociales strictes de Bio Suisse. Toutefois, la réalité est différente – le salaire minimal n’est pas respecté et la représentation syndicale est muselée, comme le dénonce le syndicat de base espagnol SOC-SAT à propos de « Bio Sabor » à Almeria. Néanmoins, « Bio Sabor » ne perd pas le bourgeon. Sur le plan du commerce équitable, l’association Bio Suisse parvient également à faire des contorsions invraisemblables en imposant une réduction des prix du seigle, du blé et de l’épeautre. En dépit d’une demande croissante, la baisse des prix serait sensée sécuriser la demande. Visiblement, la stratégie d’améliorer les marges au détriment des paysan.ne.s gagne également du terrain en agriculture biologique. À l’étalage, les produits biologiques sont mis en concurrence directe avec les produits conventionnels.

Les burgers végétaliens de Beyound Meat et Impossible Foods assurent des retours de rêve à l’industrie de la viande et de l’alimentation. Ils prennent d’assaut les chaînes de supermarchés et restaurants. Les burgers à base de protéines végétales sont commercialisés comme étant propres, respectueux de l’environnement et sains.

Il ne fait aucun doute que l'industrie de la viande est en partie responsable du réchauffement climatique, mais l'élevage durable d'animaux, basé sur les herbages, est judicieux car il permet de produire de l'humus, contribue à la biodiversité et assure les revenus des exploitations en Suisse.

Mathias Stalder